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Wassenberg: Daten müssen her, um Klosterstraße zu entschärfen

Bequeme Verbindung in Wassenberg wird abgeschnitten : Situation auf Klosterstraße soll entschärft werden

Die bequeme Verbindung zwischen Ober- und Unterstadt, die mitten durch den Wald führt, soll für Autofahrer unattraktiv werden. Die Frage nach dem „Wie“ ist noch nicht geklärt.

Die Klosterstraße ist eine wichtige Verbindung zwischen Myhl und Wassenberg beziehungsweise zwischen der Oberstadt und der Unterstadt. Sie führt idyllisch durch den Wald.

Doch sie ist für Autofahrer sehr attraktiv geworden, seit es die Verbindung zwischen Myhl und Wassenberg durch die Myhler Schweiz nicht mehr gibt. Kein Wunder also, dass die Klosterstraße ebenfalls im Verkehrskonzept für die Stadt Wassenberg zu finden ist. Wie es in den Plänen der Planungsgruppe MWM aufgeführt ist, sei dieser Effekt im Zuge der Fertigstellung und Inbetriebnahme der Bundesstraße 221n weder gewollt noch hinnehmbar.

Wolfgang Mesenholl von der Planungsgruppe MWM hat im Planungsausschuss erklärt, sich mal ins Auto gesetzt zu haben, um zu ergründen, welche Zeitersparnis sich bei der Nutzung solcher Schleichwege ergibt. Sein Fazit: Höchstens anderthalb Minuten länger ist man unterwegs, wer auf der Umgehungsstraße unterwegs ist, um in und um Wassenberg Ziele zu erreichen. Laut Mesenholl also dennoch gute Gründe, um etwa die B 221 n zu nutzen. Mesenholl sagt aber auch: „Der Druck auf eine kurze Verbindung ist so hoch, dass man die Alternative nicht sieht.“ Mesenholl ist sich sicher, dass mit baulichen Veränderungen das Problem nicht gelöst werden kann. Nur harte Maßnahmen sind laut Mesenholl an dieser Stelle offenbar sinnvoll.

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Die Frage, die sich also stellt, lautet: Wie ist das Problem aus der Welt zu schaffen? Wie ist die Klosterstraße für den Durchgangsverkehr unattraktiv zu gestalten? Im Planungsausschuss war klar, dass die Antwort nicht so leicht zu finden ist. Darum, so war man sich einig, sind Datenerhebungen nötig, um einen klareren Blick auf die Lage zu bekommen.

Rainer Peters (CDU) sagte im Ausschuss, dass eine Erhebung von Daten die notwendige Grundlage sei, dem stimmte auch Irmgard Stieding (Grüne) zu, die anregte, zeitnah aktiv zu werden. Mindestens zwei Wochen, besser aber vier Wochen, so Peters, sollen in Kürze die gewünschten Ergebnisse liefern.

Im Gespräch ist die Klosterstraße übrigens auch als Fahrradstraße. Mit der Förderung des Radverkehrs und restriktiven Verkehrsführungsmaßnahmen soll erreicht werden, dass Autos nicht mehr durch die Innenstadt fahren, sondern entweder die vorhandene Umgehung nutzen oder Fahrer eben aufs Fahrrad umsteigen. Ruhigere und stressfreiere Bewegungsmöglichkeiten in der Innenstadt sind ein wesentliches Elemengt für die Vitalität der Stadt – die übrigens Luftkurort werden will.