Wassenberg-Birgelen: Unbekannte sprengen Geldautomat der Volksbank

Täter flüchteten gen Niederlande : Geldautomat in Birgelen gesprengt

Erneut haben Unbekannte einen Geldautomaten gesprengt, diesmal in der Volksbank in Wassenberg-Birgelen. Die Täter flüchteten in einem Audi in Richtung niederländischer Grenze. LKA-Sprengstoffexperten räumen nicht detonierte Ladung.

Ein lauter Knall weckte Anwohner der Lambertusstraße in Birgelen am frühen Mittwochmorgen gegen 3.50 Uhr. Wie die Polizei berichtete, sahen sie daraufhin nach dem Rechten und stellten fest, dass der Geldautomat der Volksbank offenbar gesprengt worden war. Die Täter, vier Männer mit schlanker Statur und mit Sturmhauben vermummt, hielten sich noch am Gebäude auf, flüchteten jedoch unmittelbar danach in einem dunklen Audi in Richtung niederländische Grenze. Ob sie Bargeld erbeuteten, wird noch ermittelt. Die Polizei sicherte die Spuren am Tatort und nahm die Ermittlungen auf.

Dabei stellte sich heraus, dass nur an einem von zwei Geldautomaten die Sprengstoffladung detoniert war. Ab etwa 9.30 Uhr nahmen Sprengstoffexperten des Landeskriminalamts ihre Arbeit auf. Nach Mitteilung von Polizeisprecherin Angela Jansen wurden die umliegenden Wohnungen geräumt und die Anwohner zu ihrer eigenen Sicherheit nach draußen gebeten. Diese Maßnahme war nach einer Automatensprengung bislang nicht erforderlich gewesen. Die LKA-Experten sicherten den zurück gebliebenen Sprengstoff, die Lambertusstraße war gesperrt. Ein Spezialfahrzeug brachte die nicht detonierte Ladung aus dem Ort, gegen 12.10 Uhr wurde sie von LKA-Beamten auf freiem Feld kontrolliert gesprengt. Am Nachmittag dauerte die Spurensicherung an.

In Gerderath kam es in der selben Nacht zu einem Vorfall an der Filiale der Kreissparkasse an der Lauerstraße: Gegen 4.45 Uhr wurde die Polizei benachrichtigt, die eintreffenden Beamten stellten fest, dass eine große Fensterscheibe vor den SB-Automaten eingeworfen und vollständig durchbrochen war. „Hier wurde der Geldautomat nicht angegangen“, sagte Angela Jansen auf Nachfrage. Nach Angaben der Kreissparkasse begannen die Angestellten dort um 9 Uhr, unbeeindruckt von dem „Fall von Vandalismus“, ihr Tagesgeschäft.

Die Volksbank an der Lauerstraße war auf den Tag genau ein Jahr zuvor durch eine nächtliche Sprengung vollständig zerstört worden. Eine Zwischendecke war auf den Geldautomaten gestürzt, an den die Täter dann offenbar nicht mehr heran kamen. Auch in dem Fall entfernte sich laut Zeugen ein dunkles Auto in Richtung Niederlande. Die Volksbank plante daraufhin die Errichtung einer SB-Filiale am nahe gelegenen REWE-Parkplatz.

Wer Beobachtungen gemacht und sich bislang nicht bei der Polizei gemeldet hat, wird gebeten, sich beim Kriminalkommissariat der Polizei in Heinsberg zu melden unter der Telefonnummer 02452 9200.

(sasa)