Wassenberg: Betty-Reis ist Talentscouting-Schule

Vertrag unterzeichnet : Betty-Reis ist Talentscouting-Schule

Die Wassenberger Gesamtschule unterzeichnete den Kooperationsvertrag zur Förderung begabter Schüler.

Bei der Berufs- und Studienwahl sei die Veranlagung des Jugendlichen entscheidend, betonte die Leiterin der Betty-Reis-Gesamt­schule, Dr. Karin Hilgers, im Pressegespräch zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit dem Kooperationsprojekt von RWTH und FH Aachen, „Talentscouting Aachen“. „Handwerker sind auch wichtig“, sagte sie, „aber besonders wichtig ist es, dass jeder etwas nach Begabung und Talent tut und nicht danach, was die Eltern machen.“ Bereits seit einem Jahr arbeitet die Gesamtschule mit „Talentscouting Aachen“ zusammen. An diesem Morgen besiegelten die Partner offiziell ihre Kooperation, und die Schule erhielt dazu eine Plakette als „Schule im NRW-Talentscouting“.

Die monatliche Beratung in der Oberstufe ist zusätzlicher Baustein der Berufswahlvorbereitung, die in der Sekundarstufe eins beginnt. Vera Richert, Projektmanagerin der FH Aachen, stellte Einzelheiten vor. „Talentscouting Aachen“ ist ein NRW-Projekt, an dem 17 Hochschulen, 32 Schulen und 1000 Talente teilnehmen. Es wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert. Aufgabe ist es, gleichberechtigt und ergebnisoffen zu beraten und zu fördern. Netzwerken und Türen Öffnen sind wichtige Bestandteile der Arbeit. Und Yusuf Bayazit, Projektmanager der RWTH Aachen, fügte das Bestreben an, entsprechend der jeweiligen Begabung und des Engagements ein Übereinkommen von eigenen Wünschen, Interessen und beruflichen Vorstellungen mit dem vorhandenen Angebot zu realisieren.

Talentscout Seren Basogul kommt jeden Monat zur Beratung in die Schule: Sie begleitet derzeit 19 Talente, unter denen sich einige Nichtakademiker-Kinder befinden. Im vergangenen Schuljahr hatte sie die Schülerinnen Nora Ongaro und Isabell Sonntag begleitet. Beide waren als Kandidatinnen für die „Studienstiftung des deutschen Volkes“ (SdV) von Talentscout und Schule vorgeschlagen worden und waren angenommen worden. Somit erhalten beide während ihres Studiums finanzielle und ideelle Unterstützung. Nora Ongaro hat sich für ein Psychologie-Studium in Trier und Isabell Sonntag für ein Humanmedizin-Studium in Münster entschieden. Beide hatten im Vorfeld viel Hilfe erfahren. Zudem gewannen sie durch die Bestätigung Motivation und Selbstsicherheit, ihren Weg zu beschreiten. Nick Kaspers, der mit Alexander Winkens Stipendiums-Kandidat 2019 ist, hatte durch die Vermittlung des Talentscoutings in Studiengänge geguckt, studieninterne Informationen erhalten und viele Tipps bekommen. Er hob die extrem individuelle Beratung und die gute Betreuung hervor – seiner Meinung nach die perfekte Vorbereitung auf die Studienwahl. Und Schülerin Pia Schmitz hatte sich für die Ferien an der „Deutschen Schüler-Akademie Bildung und Begabung“ beworben und eine Zusage erhalten: Somit kann sie sich über den Schulstoff hinaus mit einem speziellen Thema beschäftigen. Eine weitere Möglichkeit stellen die Förderwerke dar. Die Berufswahlvorbereitung beginnt in der Klasse acht mit der Initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“, fügte Karin Hilgers an.

Und die 19 Teilnehmer des Ta­lentscoutings tragen viele Informationen an weitere Schüler heran, erzählte Christiane Agatz, Koordinatorin der Berufs- und Studienberatung.

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