Kurioser Vorfall in Wassenberg Ausgebüxte Dromedare auf Shoppingtour

Wassenberg · Wer am Dienstagmorgen in Wassenberg einkaufen wollte, staunte nicht schlecht: Zwei Dromedare und ein Pony waren aus einem Zirkusgehege gelaufen und waren bereits auf halbem Weg in zwei Märkte.

Kuriose Bilder in Wassenberg​: Ausgebüxte Dromendare grasen auf Parkplatz​
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Ausgebüxte Dromendare grasen auf Parkplatz

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Foto: Uwe Heldens

Drei Kunden der ganz besonderen Art haben am Dienstagmorgen (7. Mai 2024) dem Wassenberger Einkaufspark an der Brabanterstraße einen Besuch abgestattet: Zwei Dromedare und ein Pony, die offenbar aus dem Außengehege eines nahe gelegenen Zirkus ausgebüxt waren, liefen gegen 9.30 Uhr über den Parkplatz, grasten an einem Baum und waren drauf und dran, die Supermärkte zu erkunden. Mit vereinten Kräften schafften es die Zirkusmitarbeiter, Feuerwehr und Polizei jedoch schnell, die Tiere wohlbehalten wieder zurück in ihr Gehege zu geleiten.

„Das war mal ein Einsatz, den man wirklich nicht alle Tage hat“, sagte Holger Röthling, Wassenberger Wehrleiter, lachend. Seine Kräfte waren unter dem Stichwort „Kleintier in Not“ zum Einkaufspark gerufen worden. Von Not konnte allerdings keine Rede sein, die Tiere schienen sich auf dem Parkplatz richtig wohlzufühlen, wie ein Augenzeuge berichtet. Die Tiere flanierten in Seelenruhe an den Geschäften vorbei, das Pony war sogar kurz davor, in den Rewe- und den Tedi-Markt zu spazieren. Die Dromedare nahmen hingegen zunächst einen Snack an den Baumbeständen zu sich, bevor sie sich zu einem Friseurgeschäft aufmachten und sich vor dem Laden auf dem Boden wälzten. „Wir haben die Tiere dann wieder in die richtigen Bahnen gelenkt und sie ohne Probleme wieder zurück in ihr Gehege befördert“, berichtet Holger Röthling.

Zirkus-Chef Ingo Bügler sah den Vorfall entspannt, nicht jedoch dessen Entstehung. Nach seiner Schilderung war es nämlich nicht etwa ein kaputter Zaun oder Ähnliches, sondern ein mutwilliger Eingriff, der das Ausbrechen der Tiere ermöglichte: „Meine Mitarbeiter haben noch gesehen, wie kleine Kinder auf unserem Platz waren und sich am Zaun zu schaffen gemacht haben, bevor sie weggerannt sind. Dann sind die Tiere herausgegangen.“

Gefährlich sei die Situation aber nicht gewesen: „Unsere Dromedare sind sehr zahme Tiere und den Umgang mit Menschen gewohnt, sie bekommen auch genug Auslauf. Die haben sich ganz in Ruhe auf dem Platz erkundet und sind dann wieder zurück in ihr Gehege gegangen.“ Dass die Tiere den Parkplatz interessant fanden, konnte Bügler hingegen gut verstehen: „Wenn ich als Dromedar so einen saftigen, grünen Baum auf dem Parkplatz sehen würde, dann würde ich dort auch mal probieren wollen.“ Der Wanderzirkus „Laola“ steht derzeit direkt neben dem Rewe-Parkplatz auf der Brabanterstraße.

Es ist nicht die erste ungewöhnliche Tiersichtung, die es in letzter Zeit in der Region gab. So hatte sich vor knapp zwei Jahren Kostenpflichtiger Inhalt ein Känguru im Wegberger Ortsteil Dalheim niedergelassen und war regelmäßig durch die Gärten der Anwohner gehüpft. In der Nachbarschaft war das Tier auf den Namen „Skippy“ getauft worden.

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