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Wassenberg: 40. Weihnachtsmarkt in der Innenstadt

40. Weihnachtsmarkt in Wassenberg : Neuer Glanz zum Jubiläum

Wassenberg hatte zum 40. Weihnachtsmarkt die Innenstadt für den Autoverkehr weitgehend gesperrt. Strikt wurde darauf geachtet, adventliche Angebote von Trödel zu trennen. Die Strukturierung lohnte sich aus Sicht der Besucher.

Mit einem akademischen Viertel eröffnete Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens den 40. Weihnachtsmarkt in der Stadt. Zum Jubiläum boten die Stände wie gewohnt viel Kulinarisches, Geschenkideen für das Fest und die Gelegenheit zum entspannten Bummeln. Von Freitagabend bis Sonntagnachmittag wurde für den Markt nahezu die gesamte Wassenberger Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt. Das Ordnungsamt hatte alle Hände voll zu tun, ungeduldige Fragen freundlich zu beantworten. Und der Aufwand lohnte sich.

Über den Straßen waren leuchtende Sterne aufgehängt, die von Helfern des Gewerbevereins in Eigenarbeit beschafft worden waren. Die Stände und Buden erstrahlten in der früh beginnenden Dunkelheit. Wassenberg feierte am dritten Advent ein entspanntes, unterhaltsames Fest. Die Straßen zwischen Roßtor, Stiftsplatz und Graf-Gerhard-Straße waren in weihnachtliches Flair getaucht.

„Endlich mal wieder weihnachtlich“, beschrieb der Vorsitzende des Gewerbevereins, Georg Hensges, den 17. Auftritt auf dem Stiftsplatz. Und Manfred Winkens ergänzte: „Es war wichtig, dem Markt wieder ein weihnachtliches Ambiente zu verschaffen.“ Dazu mussten die Organisatoren eine rigorose Trennung zwischen Weihnachtsbuden und Trödelständen durchsetzen. Noch am Samstagmorgen waren einige Händler gezwungen, ihren Stand entweder zu versetzen oder auf die Teilnahme zu verzichten. Die Strukturierung lohnte sich jedoch.

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Auf dem Stiftsplatz hatten sich wenige Stände zu den Zelten der Pfadfinder gesellt. Stammesführer Hubert Zweipfennig konnte mit zwei von ihm selbst gebauten „Ofen-Tischen“ aufwarten. Die wohlige Wärme wurde dankbar angenommen, angesichts niedriger Temperaturen. Davor profitierte auch der Glühweinstand des Kindergartens St. Georg nebenan, denn die Gäste bekamen zum warmen Getränk auch gleich warme Füße. Die Kinder konnten währenddessen beim Stockbrotbacken im Rundzelt der Jugendorganisation ihre Fertigkeiten im Umgang mit dem offenen Feuer üben. „Die Einnahmen brauchen wir auch, denn im kommenden Jahr feiern wir anlässlich unseres 20-jährigen Bestehens ein Pfingstlager“, kommentierte Zweipfennig. Die Pfadfinder hatten neben den Mitarbeiterinnen des Kindergartens fleißig beim Aufbau geholfen und übernahmen während des Marktes die Betreuung der Stände. Anke Deckers und der Förderverein hatten ebenfalls kräftig geholfen.

„Die 16 eigenen Buden mussten wir am Freitagabend aufbauen, mit sehr wenigen Helfern“, erzählte der Vorsitzende ein wenig angespannt lächelnd. Da wären zusätzliche Hände gerne willkommen gewesen. All das war jedoch nahezu vergessen, als der Bürgermeister zu seinem Rundgang über den Markt startete.

Auf dem Roßtorplatz hatten die Vereine ihre Stände für Information und Gastronomie aufgebaut, dort traf man sich bei belgischen Pommes, Crêpes und Gulaschsuppe. Trotz der Kälte stand der Geräuschpegel durch die vielen Gespräche ziemlich hoch. Bei der Kinderkrebshilfe Ophoven konnten nebenbei auch noch Krippen bestaunt werden, die Rentner für das Hilfswerk gebastelt hatten. „Auch in der JVA basteln sie Krippen für krebskranke Kinder“, erklärte Wiljo Caron für die Kinderkrebshilfe. Der Weihnachtsmarkt verband den Shopping-Bummel mit einigen Möglichkeiten, etwas Gutes für andere zu tun.