Wassenberg: 1200 Besucher erleben Open-Air-Musikspektakel am Gondelweiher

NEW-Musiksommer : 1200 Besucher erleben Open-Air-Musikspektakel

Das „Lagerfeuer-Trio“ aus Aachen und die deutsch-englische Formation „Mind2Mode“ überzeugen bei ihren Auftritten in Wassenberg.

Sie machen es sich auf Lounge-Möbeln gemütlich, die Füße im feinen Sand. Andere stehen vor der großen NEW-Bühne, warten darauf, dass es endlich losgeht. Zehn Minuten nach acht richtet Musiksommer-Organisator Jürgen Laaser einige Worte ans Publikum, kündigt die deutsch-englische Formation „Mind2Mode“ an.

„Heute wird‘s genauso schön wie gestern, nur noch ein bisschen rockiger“, verspricht der Hückelhovener, der die Eventagentur KulturPur erfolgreich betreibt. Fast 1200 Besucher auf dem weitläufigen Gondelweiher-Gelände an der Wassenberger Parkstraße lassen Laaser zufrieden aussehen. Etwa 600 waren es am Vortag.

Dann betritt die Band die Bühne. Nur ein paar Minuten dauert es, bis das Eis gebrochen ist und die zahlreichen Zuhörer auf Kommando ihre Arme schwenken, begeistert klatschen und im Takt der Musik wippen. „Mind2Mode“, seit 15 Jahren im Geschäft, hat schon 10 000 Fans auf dem Kölner Roncalliplatz begeistert, ist auf der Kieler Woche aufgetreten, hat auf Festivals in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien eine ganz besondere Mission transportiert - das Publikum zu entführen in eine längst vergangene Zeit. In die 1980er Jahre, als bekannte Popbands wie die Simple Minds, U2 oder Depeche Mode ihre großen Erfolge feierten.

„Ihr seid so gut, dass Ihr es uns bald schwer macht“, lautete das Urteil des Simple-Minds-Frontmanns Jim Kerr, als er „Mind2Mode“ live erlebte. Unzählige Top-Ten-Hits der drei Bands in drei separaten Blöcken, die jeweils eine Stunde dauern – das Konzept des erfolgreichen Quartetts geht auch beim Wassenberger Musiksommer auf.

Bei freiem Eintritt – die NEW finanziert das beliebte Open-Air-Musikspektakel im Alleingang – sorgen Sänger Steve Hempton und seine drei musikalischen Mitstreiter für ausgelassene Ferienstimmung am Gondelweiher. Dabei gibt sich das Quartett, das schon mit Limahl von Kajagoogoo, Kim Wilde und Howard Jones aufgetreten ist, ganz volksnah, mischt sich gern unerkannt unters Volk. „Die haben gerade noch neben uns am Würstchenstand gesessen und was gegessen“, erzählt eine Heinsbergerin, die das schöne Sommerwetter zu einem Fahrrad-Ausflug mit ihrem Ehemann genutzt hat. „Klar, das waren sie. So viele Leute, die englisch sprechen, gibt es schließlich hier in Wassenberg nicht.“

Mehr als drei Stunden dauert die musikalische Reise mit Welthits eines populären Musikgenres, das Millionen Menschen begeistert. Dabei ist Sänger Steve Hempton mal Bono, mal Jim Kerr, mal Dave Gahan. Auch optisch setzt die Gruppe ganz auf ihre berühmten Vorbilder, was Bühnen-Outfits und -Performance angeht.

Hits wie „Alive and kicking“ oder „Don‘t you forget about me“ (Simple Minds), „Where the streets have no name“, „With or without you“, „Sunday bloody sunday“ (U2) wie auch „Everything counts“ oder „Enjoy the silence“ der britischen Electropop-Legende Depeche Mode kommen an beim Wassenberger Publikum, das die vier Musiker erst weit nach Mitternacht und nach mehreren Zugaben ziehen lässt.

Auf dem ehemaligen Freibadgelände machte das Aachener Lagerfeuer-Trio am Freitag zum ersten Mal Station. Im Gepäck hatte die Band aus der Domstadt (trat schon im Vorprogramm von Lionel Richie auf) Instrumente wie Cajon, Gitarre und Kontrabass. Mit bekannten Hits à la Simon & Garfunkel, Cat Stevens, Queen und Peter Fox, aber auch deutschsprachigen Eigenkompositionen begeisterten die Musiker um Bernd Paul Weiss das Wassenberger Publikum.

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