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Wassenberg: Vier Weihnachtsmärkte in einem

Wassenberg : Vier Weihnachtsmärkte in einem

Wassenberg lud zum Bummel ein. Schönes für die Weihnachtszeit und Hilfreiches für das ganze Jahr gab's zu entdecken. Der Gewerbeverein zog ein positives Fazit für das Weihnachtsmarktkonzept, in das Anregungen eingeflossen waren.

Der Duft von Bratwurst und Glühwein schlägt dem Besucher schon von Weitem entgegen. Insbesondere rund um das Gelände des alten Freibads ist es in diesem Jahr besonders gemütlich. Hier trifft sich "halb Wassenberg" an den zahlreichen Ständen der verschiedenen Vereine. Egal ob bei Viktoria Wassenberg, der Feuerwehr, der KG Kongo oder auch der Kinderkrebshilfe Ophoven, überall halten die Gäste an für einen kleinen oder manchmal auch längeren Plausch.

"Wir haben viele Ideen und Anregungen aufgenommen und hoffen, dass der Markt jetzt wieder schöner geworden ist, insbesondere für die Wassenberger", sagte Georg Hensges, Vorsitzender des Gewerbevereins. Insgesamt waren es am Wochenende sozusagen vier Märkte in einem:

Der klassische Weihnachtsmarkt-Basar lockte mit dem Angebot eines üblichen Trödelmarkts, von dicken Socken über CDs bis hin zu Pfannen und allerlei Helfershelfern für den Haushalt. Deutlich weihnachtlicher war es, wie versprochen, rund um den Rosengarten bis hinunter zum Gondel-Weiher. Hier fanden sich wirklich nur handwerkliche beziehungsweise weihnachtliche Aussteller.

Weihnachtliche Klänge vom Instrumentalverein Effeld untermalten das bunte Treiben und sorgten für festliche Atmosphäre. Erwin Staas, Ortsvorsteher von Effeld, präsentierte seine tollen handgefertigten Krippen. Auch der Gewerbeverein war hier vertreten. Heiß umlagert, vor allem von Kindern, war der Stand mit gebrauchtem Spielzeug, das für die Aktion "Wassenberger Kinder helfen Kindern" verkauft wurde. "Mama, darf ich mir das kaufen?", fragte da zum Beispiel die elfjährige Paula aus Wassenberg. Das Mädchen hatte im großen Angebot ein Stofftier entdeckt, das es ihm angetan hat. Vom eigenen Taschengeld wurde hier "zugeschlagen".

Seit einigen Jahren schon mehr als ein "Geheimtipp" ist der Stiftsplatz hinter der St.-Georg-Kirche. Stefan und sein Freund Niklas hielten dort Stockbrot ins Feuer. Die wärmenden Flammen sorgten für heimeliges Licht rund um die zahlreichen Holzbuden. Etwas versteckter liegt die evangelische Hofkirche. Doch wer den Eingang gefunden hatte, fand sich in einer weihnachtlichen Oase wieder. "Dass wir Dich hier gefunden haben", diesen Satz hörte auch Ingo Ramakers häufig.

Er hatte das Pumpen- und Gerätehaus am alten Freibad in eine Taverne verwandelt. Wer ihn gefunden hatte, wurde mit besten Gambas belohnt. Und vom alten Pumpen- und Gerätehaus aus waren es wiederum nur ein paar Schritte zurück in den bunten Trubel bei Feuerwehr und Co. "Ich denke, es war wieder ein toller Markt für alle Beteiligten", war Organisator Georg Hensges sicher.

(mp)