Susanne Marx aus Birgelen fertigt Floristik und Adventskränze aus Naturmaterialien

Susanne Marx in Birgelen : Floristikunikate aus Naturmaterialien

Blätter, Äste oder Rinden sind ein Fall für den Kompost? Nicht für Susanne Marx. Ihr Faible für die Natur setzt sie kreativ um.

Susanne Marx bewahrt die Bestandteile für ihre floristischen Werke in vielen Dosen und Schachteln auf: Blätter, Äste, Rinden, Eichelhütchen, verschiedene Zapfen und vieles mehr hat sie vor allem im Sommer im Wald sowie in ihrem Garten gesammelt. Dazu kaufte sie getrocknete exotische Früchte oder Moose neben Draht, Träger-Rohlingen, Steckmasse und Kerzen ein. Sie sei von der reichhaltigen Auswahl in der Natur, für die sie schon immer ein Faible hatte, fasziniert, erzählt sie beim Besuch in ihrer gut sortierten Werkstatt. Die farblichen Nuancen der Fundstücke greift sie mit passenden Kerzen in eigenen Arrangements beim Dekorieren und Gestalten der Kränze und Schalen auf.

 „Rinde oder Zapfen werden auch geweißelt, also mit weißer Farbe bemalt“, erläutert die Wassenbergerin, „es sind viele Einzelarbeiten notwendig.“ In diesem Jahr habe sie viel mit Blättern gemacht: Auch diese färbt sie zum Teil und lässt sie trocknen. Im nächsten Schritt umklebt sie Schalen oder Kranz-Rohlinge mit Blättern oder Rinden – diese dienen im Anschluss als Basis, auf der sie stabil arbeiten kann. Ebenso verwendet sie fertige schmale Schalen, die aus geflochtenen oder gebundenen Ästen hergestellt sind. Susanne Marx‘ Einfallsreichtum beim anschließenden Dekorieren ist groß: So stellt sie etwa ihre stattlichen Kränze in allen Variationen her, wobei sie zu 95 Prozent haltbare Bestandteile neben einigen Exemplaren aus frischem Grün verwendet. Filz ist unter den Materialien ebenso wie Kunstfelle oder sogar warme Schals, die sie um die Kranzformen wickelt und so den adventlichen Kreationen ein sehr individuelles Aussehen verleiht. Ebenso gestaltet sie Kränze mit Rindenstücken oder verwendet geweißelte längliche (Eichen-) Rindenstücke, auf denen sie Kerzen und Dekorationsmaterialien befestigt – naturnaher Tischschmuck, der aufgrund seines ursprünglichen Charakters positiv ins Auge fällt. Dazu stattet sie kleinformatige bis große Gefäße fantasievoll aus: So eine Blumenschale aus Zink, die sie zusätzlich mit Kerzen verziert. Oder sie drapiert im eigenen Garten geerntete und mit Goldlack besprühte Hortensienblüten zum ansprechenden Tischschmuck. Darüber hinaus fertigt sie runde Fensterhänger, die sie mit Filz sowie Lichterketten umwickelt und mit gewundenen Zweigen und mehr schmückt. Und sie erstellt geschmackvolle Laternen, bei denen sie einzelne Elemente miteinander verbindet.

„Die Naturmaterialien sind zur Zeit wieder modern“, freut sich die passionierte Floristin, die ebenso Gartengestaltung durchführt – nach ihrer Tätigkeit als Schaufenster-Dekorateurin konzentriert sie sich seit eineinhalb Jahren ganz auf diese beiden Arbeiten. „Zu Weihnachten hat meine Floristik Hochsaison und ich gehe im Herbst und Winter viel auf Märkte.“ Das Basteln sei dabei immer schon ihr Hobby, und sie ist ein sehr kreativer Mensch. Als Kind war sie bereits eine „Bastelqueen“ und hat aus Resten und allem Möglichen etwas gebastelt oder sie hat im Wald gebaut. Dabei liebt sie die Herausforderung: Etwa, wenn Kunden ihr Materialien oder eine Schale geben und sie daraus etwas Einzigartiges, ein Unikat, erstellen soll. Dabei sei es durchaus Arbeit, die sie leiste und sie müsse eine Menge anfertigen, um damit etwas zu verdienen. Aber sie mag die Arbeit sehr gerne. Und sie denkt, dass jeder etwas Schönes beispielsweise mit einem grünen Kranz herstellen könnte.