1. NRW
  2. Städte
  3. Wassenberg

Stadtradeln und Radwandertag in Wassenberg

Stadtradeln und Radwandertag in Wassenberg : Zeichen gesetzt für den Radverkehr

Wassenberg will sich stark machen für Menschen, die mit dem Rad unterwegs sein wollen. Zwei Aktionen zeigten jetzt, dass sich die Anstrengungen lohnen.

Unter dem Motto „Stadt.Land.Genuss.“ fand der 29. Niederrheinische Radwandertag, bei bestem Wetter auch wieder im Kreis Heinsberg statt. Am Niederrhein wurden 82 verschiedene Radtouren angeboten, von denen acht durch das Stadtgebiet Wassenberg verliefen.

Start und, falls erwünscht, auch Zielort war wie auch in den vergangenen Jahren der Roßtorplatz. Entlang der Routen erlebten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine abwechslungsreiche Landschaft, sowie zahlreiche Gastronomiebetriebe, Bauernhöfe oder hier und da auch kleine Hofläden, die besucht werden konnten. An den Meldestellen vor Ort erhielten die Fahrerinnen und Fahrer einen Stempel. Wer mindestens zwei dieser Stempel in seiner Fahrerkarte hatte, konnte an einer Tombola teilnehmen, die in diesem Jahr zentral durchgeführt wurde, und nicht mehr in den jeweiligen Teilnehmer-Orten, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Als Hauptpreis wurde ein Fahrrad verlost, außerdem gab es Übernachtungspakete für zwei Personen und Gutscheine für die Gastronomie.

  • Der Abendmarkt ist der Garant für
    Rund um das Roßtor in Wassenberg : Abendmarkt von Handarbeit bis Schnaps
  • Der Startschuss für die Radler aus
    Zwei Routen können gefahren werden : Radwandertag in Voerde: Startschuss fällt um 10 Uhr
  • In Kleve gab es zum Start
    Radwandertag : Auf Entdeckungstour durch die Heimat

Fest bestehen blieb die Grundidee des Radwandertages, denn hierbei geht es nicht um sportliche Höchstleistungen, sondern vielmehr um ein gemeinsames Vergnügen im Freien, mit Spaß und guter Laune. Und weil das Wetter mitspielte, fanden sich in Wassenberg schon vor dem offiziellen Meldebeginn um 10 Uhr zahlreiche Menschen am Roßtor ein, erhielten eine Straßenkarte, und suchten sich eine Strecke aus.

Traditionell gab es in Wassenberg ein Rahmenprogramm mit Informationen zur Strecke, gastronomischen Angeboten sowie Live-Musik, für die Heinz Gerichhausen sorgte, der auch schon während der Wassenberger Abendmärkte aufgetreten ist. Viele der Teilnehmer waren Wiederholungstäter, nahmen teilweise zum zehnten Mal am Radwandertag teil und versuchten wieder eine neue Strecke mit neuen Angeboten zu finden. Auch Radbegeisterte aus den Niederlanden waren, wie auch in den Jahren vor der Corona-Unterbrechung, am Start. Eine der angebotenen Routen, die von Wassenberg aus startete, war die Strecke Nummer 111, die über rund 52 Kilometer in Richtung Birgelen, Dalheim, Oberkrüchten, Elmpt, über die niederländische Grenze nach Vlodrop und schließlich über Effeld zurück nach Wassenberg führte. Auf besondere Angebote wies dabei der Moderator der Veranstaltung, Markus Peggen, hin: „Wer mindestens zwei Stempel gesammelt hat, kann in Effeld im Café Mittendrin einen Kaffee gratis trinken.“ Derlei günstige Angebote für die Radler gab es im Übrigen an vielen Stellen der 82 angebotenen Routen.

Auf großes Interesse der Fahrerinnen und Fahrer stieß in Wassenberg auch die Route Nummer 113, die den Titel Geschichten vom Essen und Trinken an der Rur und im Meinweggebiet trug. Zunächst in Richtung Wildenrath und Dalheim, machte die Strecke anschließend einen großen Bogen bis nach Waldfeucht und schließlich über Vlodrop, Effeld und Ophoven wieder zum Roßtorplatz zurück. Die Melde- und Informationsstelle am Roßtor wurde betreut von Sabrina Martin und Kerstin Beckers von der Stadt Wassenberg. Sabrina Martin hatte sogar schon Ideen im Kopf, was im nächsten Jahr zum 30-Jährigen des Niederrheinischen Radwandertages, zusätzlich angeboten werden könnte: „Wie es bereits in einigen anderen Orten der Fall ist, wären spezielle Strecken für Familien mit Kindern ein tolles Angebot.“

Im Rahmen des Radwandertages nahm Sabrina Martin, die Bürgermeister Marcel Maurer vertrat, die Ehrungen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Initiative Stadtradeln vor, an der die Stadt Wassenberg in diesem Jahr zum zweiten Mal teilgenommen hatte und das Vorjahresergebnis erheblich toppen konnte. Mit insgesamt 7277 gefahrenen Kilometern stellte die DJK Wassenberg das Siegerteam. Vier Radfahrer hatten sogar die 1000-Kilometer-Grenze überschritten: Das Ehepaar Wystub von der DJK, Thomas Johnen vom Offenen Team Wassenberg und Theo Beenen von der KAB Wassenberg-Myhl. Als emsigste Teilnehmerin der Stadtverwaltung Wassenberg wurde Susanne Koch geehrt, die in drei Wochen insgesamt 357 Kilometer geradelt war.