Sporthalle in Wassenberg wird saniert: Mehr Raum für Sportler und Zuschauer

Sporthalle in Wassenberg wird saniert : Mehr Raum für Sportler und Zuschauer

Die Altsporthalle an der Bergstraße in Wassenberg wird saniert und bekommt einen Anbau mit Umkleiden und Besuchertribüne. Zudem ist für die Halle eine Erweiterung für Lauf- und Sprungtraining vorgesehen.

Die mehr als vier Jahrzehnte alte Sporthalle 1 an der Bergstraße, die 2002 um eine Zweifachhalle zur Gesamtschule hin erweitert worden ist, hat dringenden Sanierungsbedarf. Davon überzeugten sich die Politiker vor einiger Zeit bei einer Ortsbesichtigung. Decke, Bodenbelag, Prallschutz, die gesamte Haustechnik und der in einem vorgelagerten Anbau untergebrachte Sanitär- und Umkleidebereich entsprechen nicht mehr aktuellen Standards. Jetzt macht die Stadt Nägel mit Köpfen, nutzt die dringende Sanierung, um die Halle zugleich auch für Publikum und Leichtathleten attraktiver zu machen. So soll die Sanierung mit einer Hallenerweiterung einhergehen. Die Planung für das Gesamtprojekt hat Hermann-Josef Limburg, Architekt in der Stadtverwaltung, erstellt. Im Bauausschuss wurde das Vorhaben nun vorgestellt – und einstimmig für gut befunden.

Ab Sommer, so Limburg, könnte mit dem Abriss des heutigen Umkleideanbaus begonnen werden. Denn der soll einem zweigeschossigen Neubau in Hallenhöhe mit Aufzug weichen, der im Erdgeschoss Foyer, Umkleiden und Sanitärbereich umfasst und im Obergeschoss eine Tribünenanlage für 120 Personen, einen Mehrzweckraum, der bei Veranstaltungen auch für Bewirtung genutzt werden kann, eine Teeküche, Technikraum und einen unterteilbaren Fitnessraum. Auch Bereiche für den Hallensprecher und rollstuhlfahrende Besucher an der Tribüne sind geplant.

Der Anbau mit dem heutigen Haupteingang an der Bergstraße wird umfassend saniert, und bekommt Umkleiden/Sanitäranlagen mit Zugang nicht nur zur bestehenden Sporthalle, sondern auch zu einem rund 80 Meter langen und 4,50 Meter breiten Hallenanbau in Richtung Kreuzkirche mit vier Laufbahnen für Sprinttraining und eine Weitsprunganlage. Damit trägt die Stadt vor allem auch den Wünschen der ambitionierten Leichtathleten der städtischen Vereine SC Myhl und DJK Wassenberg Rechnung.

Durch Wegfall der aktuellen Tribüne werde Platz gewonnen, so erläuterte Limburg, wodurch künftig auch eine Querbespielung der Halle möglich sei. Die Hallensanierung umfasst unter anderem eine Erneuerung des Fußbodenbodens, Fußbodenheizung, Wandprallschutz und eine Dachsanierung, bei der die heutige Zwischendecke verschwindet, wodurch der Einbau eines Lichtbandes für Tageslicht möglich wird, die Trägerkonstruktion des Daches wird offen sichtbar bleiben.

Auf Nachfrage von Ausschussmitgliedern erläuterte Limburg, dass auf einen Hallenboden für eine Bestuhlung, der auch nicht sportliche Veranstaltung möglich mache, verzichtet werde. Eine halbe Million Euro könne dadurch gespart werden. Zumal das Forum der angrenzenden Betty-Reis-Gesamtschule einen adäquaten Veranstaltungsraum biete. Keinen Widerspruch gab es dazu von den Ausschussmitgliedern. Das galt auch für Bürgermeister Manfred Winkens‘ Lob für die „durchdachte und mit viel Sachkenntnis erstellte Planung“ von Architekt Limburg.