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Wassenberg: So bitter-süß schmeckt die Region

Wassenberg : So bitter-süß schmeckt die Region

Auf dem Wassenberger Roßtorplatz beteiligten sich sieben Stände am ersten "Schmecken aus der Region".

In der beschichteten, von vorherigen Bratvorgängen gezeichneten Pfanne, breitet sich die gesamte Essenkultur der Region aus. Das weiße Gold aus Effeld brutzelt vor sich hin, saftige Erdbeeren aus Wassenberg gesellen sich dazu und werden auf grünem Blattsalat gebettet. Zum Finale träufeln Hajo Schümmer und seine Köche auf dem Roßtorplatz ein Honig-Balsamico-Dressing über das fein geraspelte Spargelgemüse: Obwohl Schümmer erst seit Oktober im Braukeller kocht, weiß er die Vorzüge der Lebensmittel bereits einzusetzen und zu schätzen. Das war nicht nur ganz nach dem Geschmack der Gäste, sondern auch von Hans Brendel, der das kulinarische Event "Schmecken aus der Region" erstmals organisiert hatte.

Der Braukeller beteiligte sich als einer von sieben Anbietern, die den Platz in Wassenbergs Innenstadt in eine kleine Essensmeile verwandelten: Als kleine Schwester des Schlemmermarktes nahmen die Besucher das Angebot gerne an. Es sollte ein Fest, ganz im Zeichen des kulinarischen Genusses werden. "Küchenchefs und passionierte Hobby-Köche auf den Pontorsonplatz zaubern mit regionalen Produkten", versprach Brendel. Tatsächlich offenbarte sich in den Gerichten die Vielfalt unterschiedlicher Essenskulturen aus der Region.

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Gestern waren zahlreiche Genießer zwischen Kunst- und Kulturtag und dem Roßtor unterwegs. Neues erkunden und genießen lautete dort die Devise. Das passende Getränk zum frisch-gebratenen Spargelsalat mit fruchtiger Erdbeere hatte Braumeister Walter Hüsges mitgebracht: "Der Maibock ist mit seiner Restsüße eine perfekte Ergänzung zum leicht bitteren Spargel." Wer zum Spargel ein saftiges Doradenfilet und ein Glas Grauburgunder schätzte, war vor dem Weinkeller "St. Georg" bestens aufgehoben: Passenden Wein zum frisch zubereiteten Essen schenkten Heinz Wilms und sein Team aus.

Beim Betreten des Platzes befand man sich jedoch zunächst in der internationalen Ecke. Der erste Stand gehörte der italienischen Familie Chimera, die ihre Tartina mitgebracht hatte. "Slow-Food" heißt die Essenskultur, für die ihr Brot mit Thunfisch-Orangencreme stand. Eine ganz andere Geschmackswelt eröffnete das "marokkanische Sandwich" von Dagmar Gerigk aus Wegberg: "Wir nutzen Fladenbrot aus Gladbach und Kartoffeln aus Tüschenbroich. Beim Cumin-Gewürz ist natürlich die Grenze."

Brendels Plan für das nächste "Schmecken aus der Region": Das Angebot um "Foodtrucks" erweitern und noch vielfältiger werden.

(jessi)