Schlager, Evergreens und kölsche Lieder zum Mitsingen in der Burg Wassenberg

Offenes Singen in der Burg Wassenberg : Schlager, Evergreens und kölsche Lieder zum Mitsingen

Der Quartettverein Myhl lud gemeinsam mit Georg Wimmers zu einem offenen Singen in die Burg Wassenberg ein. Es war eine gelungene Veranstaltung.

„Wer heute nicht mitmacht, isoliert sich“, warnte der Vorsitzende des Myhler Quartettvereins, Norbert Rexing, schmunzelnd das Publikum, das sich im Festsaal der Burg Wassenberg versammelt hatte. Dort stand das erste große Mitsing-Festival des Myhler Quartettvereins gemeinsam mit Georg Wimmers an, der in Beeck im Rahmen des Jahresprogramms des Beecker Heimatvereins regelmäßig Veranstaltungen des offenen Singens leitet. Mit seinem Freund Heinz Schlömer, der das Singen in der Burg am Cajón begleitete, steht er bereits seit 1965 auf der Bühne. Das Konzept überzeugt und so erklangen in Wassenberg ebenfalls Schlager, Evergreens und kölsche Lieder. Die Liedtexte wurden auf eine große Leinwand übertragen, damit alle gemeinsam singen konnten.

Das Publikum zeigte sich singfreudig und bereits beim ersten Titel des Abends, „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“ von Tina York, ertönten erste „Ohs“ und „Ahs“.

So zeigte sich schnell, dass die geplanten drei Blöcke à 40 Minuten knapp geschätzt waren: Schon über eine Stunde lang ertönten im ersten Teil wohlbekannte alte Schlager, wie „Hello again“ von Howard Carpendale, „Tränen lügen nicht von Michael Holm, „So schön war die Zeit“ von Freddy Quinn und „Im Wagen vor mir“ von Henry Valentino. „Ihr habt einfach zu langsam gesungen“, scherzte Wimmers.

Nach der Pause zeigte zunächst der Männerchor einen Eindruck seiner Arbeit. Stimmgewaltig erklangen unter der Leitung von Alexandra Hillebrands “One way wind” von “The Cats” und “Rote Lippen soll man küssen“ von Cliff Richard. „Das Klangbild eines ganzen Chors packt emotional nochmal anders“, stellte Wimmers fest.

Für das Publikum standen danach Evergreens von Elvis Presley, Scott McKenzie und den Beatles auf dem Programm. Die Bilder der Künstler von früher und heute im Vergleich, die in die Präsentation integriert waren, sorgten stets für großes Gelächter.

„Es ist faszinierend für mich, was bei solchen Veranstaltungen entsteht“, zog Wimmers Resümee. Technisch sei nicht viel Aufwand nötig: „Ich nehme meine Gitarre, Beamer, zwei Lautsprecher und viel mehr braucht es nicht. Das Singen ist der Motor der Veranstaltung“.

Zum Abschluss wurden im letzten Block kölsche Lieder von den Bläck Fööss, Brings und Räuber gesungen. Der Festsaal in der Burg Wassenberg war bis auf den letzten Platz besetzt und dementsprechend erfreut zeigten sich die Veranstalter über den großen Zuspruch der Gäste. Bereits in der ersten Pause, stand für den Vorsitzenden des Quartettvereins also fest: im nächsten Jahr wird es auf jeden Fall eine zweite Auflage des offenen Singens geben. „Der Zulauf ist überwältigend“, stellte Rexing fest.

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