Rurauentheater Orsbeck probt für Premiere 2018

Theater Orsbeck: Laiendarsteller proben fürs neue Stück

„Die wilden Weihnachtstriebe“ oder wie der Keiler zu einem Toupet kam. Das Rurauen-Theater bereitet sich auf die Premiere der turbulenten Komödie am 12. Oktober in der Mehrzweckshalle an der Luchtenberger Straße vor.

Laute Stimmen dringen aus dem Dachgeschoss. Die Balkontür ist weit geöffnet. Draußen ist es warm. Drinnen wünscht man sich Frohe Weihnachten. Ein sommerlicher Sonntag am Breiten Weg. Probenzeit für die sieben Darsteller des Rurauen-Theaters, das als eigene Abteilung dem Uschbecker Karnevalsverein, kurz UKV, angehört.

Hobbymime Thomas Steinbusch hat sein rot-weißes Nikolauskostüm angezogen. Er spielt Opa Klaus Mockel, den vorwitzigen Vater von Mia Knascht (Ruth Wientgen). Die patente Hausfrau, die sich so leicht nicht aus der Ruhe bringen lässt, ist ziemlich genervt von ihrem besserwisserischen, äußerst sparsamen Ehemann Erwin (Bert Wientgen). Der rechthaberische Geizhals hat ein ganz besonderes Hobby: Er studiert stundenlang die Werbeblättchen mit den Sonderangeboten. Sein Motto: „Wo gibt es was am billigsten?“

„Die wilden Weihnachtstriebe“ heißt die turbulente Komödie in drei Akten, die Beate Irmisch geschrieben hat und die Rurauen-Theater-Regisseurin Melanie Thönnnißen seit Ende April mit ihrem Laien-Ensemble einstudiert. Dabei fällt es den sieben Akteuren nicht immer leicht, sich in die richtige Adventsstimmung zu versetzen. „Besonders bei 36 Grad Außentemperatur war das lustig“, verrät Thomas Steinbusch schmunzelnd. Seiner Ehefrau Judith verdankt die quirlige Truppe ihren neuen Probenraum in ihrem Elternhaus am Breiten Weg in Wassenberg.

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Rund 15 Jahre wurde in Orsbeck in Ellen Gerighausens alter Scheune geprobt. Damit ist jetzt Schluss, Ellen Gerighausen baut das Gebäude zur Wohnung für ihre betagte Mutter um. Judith Steinbusch, die die Theatergruppe als Souffleuse unterstützt, bot sofort die leerstehenden Räume unterm Dach an.

Hier hat das Orsbecker Rurauen-Theater nun eine neue Bleibe für seine wöchentliche Probenarbeit gefunden, hier muss Familie Knascht, zu der auch Tochter Rosi (Eva Pöllen) gehört, den Weihnachtsstress aushalten und sich in allerhand abenteuerliche Verwicklungen hineinziehen lassen. So dichtet Erbtante Kätchen (Monika Matzerath) Rosi kurzerhand eine Schwangerschaft an. Opa Klaus bringt Schwiegersohn Erwin auf die riskante Idee, die 20 Euro für die teure Blautanne zu sparen, die Förster Karl Fister – Rosis Freund – von ihm verlangt. Als er nachts in der Schonung heimlich einen Tannenbaum schlagen will, wird der findige Sparfuchs von Keiler Bruno angegriffen und verliert auf der waghalsigen Flucht sogar sein geliebtes Toupet. Das trägt nun plötzlich das Wildschwein, wie Förster Karl bei seinem Besuch bei den Knaschts nichtsahnend erzählt.

Die Premiere der turbulenten Komödie mit dem Titel „Die wilden Weihnachtstriebe“ findet am Freitag, 12. Oktober, 20 Uhr, in der Mehrzweckhalle an der Luchtenberger Straße statt (Einlass ab 19 Uhr). Weitere Aufführungstermine sind am Samstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr), sowie Sonntag, 14. Oktober, 15 Uhr (Einlass ab 14 Uhr).