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Rückblick auf die 900-Jahr-Feier der Kirche St. Georg Wassenberg

Rückblick aufs Jubiläumsjahr: 900 Jahre Kirche St. Georg : Freude über großes Interesse

Ein besonderes Festjahr geht für die Wassenberger Propsteikirche St. Georg zu Ende. Ein Rückblick auf die 900-Jahr-Feier.

Am 30. September vor 900 Jahren wurde die Propsteikirche St. Georg vom Lütticher Bischof geweiht. Grund für ein umfangreiches Festprogramm, zu dem die Pfarrgemeinde in diesem Jahr einlud. Höhepunkte waren die geschichtliche Schau, konzipiert vom Wassenberger Heimatverein im Bergfried, ein Konzert des Aachener Domchors und neben etlichen anderen Veranstaltungen sicher auch der Auftritt des aus dem Kölner Karneval bekannten Diakons Willibert Pauels. Vor allem aber das Festhochamt mit Weihbischof Johannes Bündgens und das große Gemeindefest am Gründungstag bleiben in Erinnerung. Im Gespräch zieht Pfarrer Thomas Wieners Bilanz und blickt nach vorn.

900 Jahre St. Georg boten im zu Ende gehenden Jahr Anlass für etliche Veranstaltungen. Welche Resonanz und Rückmeldungen darauf haben Sie bekommen?

Wieners Die Angebote sind gut besucht worden, zumal wir alle Veranstaltungen kostenfrei angeboten haben. Wir wollten so die Freude über die Treue Gottes über die 900 Jahre weitergeben. Der Feiertag selber war mit herrlichem Sonnenwetter und vielen Besuchern gesegnet, die sich durchgehend sehr froh und dankbar über den Verlauf des Tages geäußert haben. Ich war sehr zufrieden mit dem Tag!

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Was war für Sie persönlich besonders eindrucksvoll?

Wieners Die große Besucherzahl am 30. September war schon beeindruckend. Auch das Interesse an der Kirche ist groß. Die Führungen von Sepp Becker und Therese Wasch erschließen die Schätze der St.-Georgs-Kirche auf überzeugende und packende Weise. Besonders das Interesse am Heiligenfries ist weiterhin groß, und ich bin zuversichtlich, dass da „noch mehr drin ist“. Die Ausstellung des Heimatvereins dazu im Bergfried war eine sehr wertvolle Bereicherung. Ich bin dem Heimatverein für diesen Einsatz sehr dankbar und möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal offiziell bedanken.

Spüren sie auch einen geistlichen Impuls aus dem Jubiläum für das aktuelle und künftige Gemeindeleben?

Wieners Einen überzeugenden geistlichen roten Faden haben wir nicht gefunden. Es war auch eher als Festjahr gedacht, also als eine bunte Palette von Konzerten, Vorführungen, Vorträgen und Führungen, die auf den Geburtstag selber vorbereiteten.

Kann ein solches Festjahr, das ja einer Gemeinde gewidmet war, für die einzelnen Gemeinden der heutigen Pfarre St. Marien verbindend wirken?

Wieners Am Jubiläumstag selber haben viele Gruppierungen mitgewirkt und so ihre Verbundenheit gezeigt. Das Gefühl der Zugehörigkeit der sieben Gemeinden zur Gesamtpfarrei wächst langsam, aber stetig. Uns allen ist bewusst, dass eine Einzelgemeinde viele Aufgaben nicht mehr allein leisten kann, so die Erstkommunion- und Firmvorbereitung, die Jugendarbeit oder Fronleichnams-Prozession als Beispiele.

Nach dem Rückblick auch eine Frage zum Ausblick: Was steht für 2019 an?

Wieners Ich freue mich für 2019 auf einen besonderen Höhepunkt. Wir werden die Große Ausstellung zum Turiner Grabtuch der Malteser Deutschland im April und Mai 2019 in Wassenberg haben. Die Ausstellung ist sehr gut durchdacht und wird professionell vorbereitet, was die Schulung der Helfer, die Pressearbeit und die Werbung angeht. Darauf freue ich mich sehr, weil sie auch eine gute Gelegenheit ist, auf wissenschaftlich saubere Weise mit den Menschen von heute über die geschichtlichen Hintergründe der Person Jesu Christi ins Gespräch zu kommen.