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Orsbeck und Ophoven: Aufwertung für Wassenberger Dörfer

Neubau in Orsbeck und Ophoven : Aufwertung für die Wassenberger Dörfer

Der Von-Rohmen-Platz in Orsbeck erstrahlt bereits in neuem Licht. Für das neue Bürgerzentrum in Ophoven ist ein Baubeginn in Sicht. Es soll einen Saalbau und ein Feuerwehrhaus in einem Komplex verbinden.

  Gute Nachricht in Corona-Zeiten: Der Von-Rohmen-Platz in Orsbeck ist seit Kurzem fertig umgestaltet – alles verlief im Zeitplan. Nur letzte Pflanzarbeiten und eine Beschilderung stehen noch aus, und die vorher am nun sanierten Brunnen platzierten Figuren der Orts-Originale „Bökeme & Kisshase“ fehlen noch. Sie werden  auf einem Findling in dem mit Hecken  und Bäumen akzentuierten Eingangsportal zu dem Platz in Kürze verankert. Vereinsbaum und die Ortsringtafel sind dort schon wieder aufgestellt.

Wesentliches Ziel der Umgestaltung war die Beseitigung der Treppenanlage zu einem barrierefreien Platz mit mehr Aufenthaltsqualität, erläutert Planer Joachim Scheller. Denn vorher wurde der Bereich in erster Linie als Parkplatz genutzt. Das ist er zwar immer noch, aber die 17 Stellplätze wurden so verschoben, dass der mit Hecken umfangene Eingangsbereich mit Sitzgelegenheiten entstand.

Ähnlich gestaltet wurde die Anlage im oberen Bereich zur Schule hin. Davor setzt ein Parkstück mit dem Oval  rund um den Brunnen einen Akzent. Joachim Scheller, der auch die Umgestaltung der Marktplätze in Effeld und Birgelen geplant hat, weist auf die Verbindung zwischen Kirche und Schule hin, die durch die Straßenaufpflasterung  an St. Martinus unterstrichen wird. Kämmerer Willibert Darius zeigte sich angetan von der Effektbeleuchtung, mit der die Anlage nun abends in neuem Licht erstrahlt. Damit hat auch das dörfliche Orsbeck nun seinen verschönerten Ortsmittelpunkt. Die Gesamtkosten der Umgestaltung betragen rund 282.600 Euro, davon fließen aus Fördermitteln des Landes rund 183.700 Euro.

Für Ophovens  neues Bürgerzentrum, das einen Saalbau (als Ersatz für die heutige Mehrzweckhalle) und ein neues Feuerwehrhaus in einem Komplex mit der historischen Alten Schule verbinden wird, laufen derzeit die Detailplanungen für den Bauantrag beim Kreis, teilt Stadtkämmerer Darius mit. An der Planung, dass noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden soll, habe sich bis jetzt nichts geändert.

Für das Projekt hatte das Konzept des Aachener Architekturbüros Pvma den Zuschlag bekommen. Der Entwurf des integrativen Bürgerzentrum hatte die Jury durch seine durchdachte Einbindung der historischen Elemente des Ophovener Dorfkerns überzeugt. Der zentrale Eingang in Form eines Glasfoyers am Bleekplatz schließt sich rechts ans alte Schulgebäude an, die heutige Verbindung zum alten Spritzenhaus, das ein Café bekommen wird, entfällt und ermöglicht freie Sicht über den Hof auf den gesamten Gebäudekomplex.

90 Prozent der förderfähigen Kosten wird das Land übernehmen. Die Gesamtkosten des Projektes beziffert die Stadt auf rund 5,8 Millionen Euro