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Neustart im Wassenberger Jugendhaus Culture Clash mit Hund Elsa

Culture Clash in Wassenberg : Hündin wird Teil des Jugendhaus-Teams

Ab 2. Juni ist das städtische Jugendhaus „Culture Clash“ wieder geöffnet. Trotz hoher Sicherheitsauflagen ist die Vorfreude bei Leiterin Cathrin Lipfert, ihrem Team und Elsa, dem Neuzugang auf vier Pfoten, riesig.

Die Vorfreude auf die Wiedereröffnung des städtischen Jugendhauses „Culture Clash“ am 2. Juni nach der Corona-bedingten Schließung könnte größer nicht sein. „Wir können es kaum erwarten, die Kinder und Jugendlichen wiederzusehen“, sagen Leiterin Cathrin Lipfert, ihr Stellvertreter Björn Kruse und das Team, zu dem dann auch Tier gehören wird: Labradorhündin Elsa – aber darüber später mehr. Am 4. Juli startet auch die mobile Jugendarbeit mit dem „Funmobil“ wieder.

Vor dem Hintergrund, dass es wieder losgeht, klagt das Jugendhausteam auch nicht über etliche Schutzauflagen, die das Kreisjugendamt den Einrichtungen in Coronazeiten macht. Und die in den nächsten Tagen noch einiges an Vorbereitung verlangen. Denn das gewohnte Ein- und Ausgehen wird es in der offenen Jugendeinrichtung vorerst nicht geben. Die Besucherzahl muss so begrenzt werden, dass jedem theoretisch fünf Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen, erläutert Cathrin Lipfert. „Das dürfte aber auf unserem großen Gelände kein Problem sein“, sagt sie. „Ich erwarte nicht, dass wir Besucher wegschicken müssen.“

Am Eingang zum Gelände werden sich alle schriftlich anmelden müssen mit ihren Kontaktdaten und der Versicherung, keine Krankheitssymptome zu haben. Auch Stationen zum Händewaschen gehören dazu. Ein Armband dient dann gleichsam als Eintrittskarte. Grundsätzlich, so Lipfert, werden so viele Aktivitäten wie möglich aufs rund 200 Quadratmeter große Außengelände verlagert, dahin werden auch Kicker, Tischtennis & Co. wandern, versehen mit Spuckschutz über den Spieltischen. Eine Außentheke, eventuell auch noch Leinwand und Beamer für Spiele und Filme, sollen die hoffentlich gute Sommerstimmung unterstützen.

Es gibt nicht etwa gekürzte Öffnungszeiten. Im Gegenteil: Nach Anfragen etlicher vom Homeschooling gestresster Eltern und Kinder wird das Jugendhaus bis zu den Sommerferien für jeweils 14 Jungen und Mädchen von 8 bis 14 Jahren dienstags bis freitags von 12 bis 15 Uhr eine offene Lernzeit mit Betreuung bei den Hausaufgaben anbieten. Wie Lipfert betont, eine gute Möglichkeit, mal wieder in einer anderen Atmosphäre, entspannt und doch konzentriert, zu lernen. Wobei dafür gesorgt wird, dass jedes Kind an einem eigenen Schreibtisch sitzen kann. Auch die hauseigenen Computer können genutzt werden. Im Haus werde Mundschutzpflicht gelten.

Trotz Corona wird es auch ein Ferienprogramm im Culture Clash geben – sogar ausgedehnter als bisher – in allen sechs Wochen. Bei vielen Aktivitäten in Kleingruppen wird es in den ersten drei Wochen um Erlebnisse und Erkundungen in Wassenbergs schöner Naturumgebung gehen. Kreativität steht in der vierten und fünften Ferienwoche im Mittelpunkt, bei der die Teilnehmer zu einer fantasievollen Reise ins exotische Bali eingeladen werden, mit Unterstützung einer Kunsttherapeutin. In der letzten Ferienwoche heißt das Thema „Aus alt mach neu“, es geht um Müllvermeidung und Nachhaltigkeit bei kreativen Aktionen in Wassenberg und den Außenorten.

Die Anmeldung zu den Ferienangeboten ist ab sofort möglich. Derzeit erarbeitet das Team einen informativen Elternbrief zu allem, der auch auf der Homepage des Jugendhauses und in den sozialen Medien abrufbar sein wird. Einen Dank will Cathrin Lipfert unbedingt loswerden, und zwar an die Wassenberger Polsterwerkstätten, die Mundschutz-Sets zum Selbst-Nähen spendierten, eine Aufgabe, der sich derzeit Patricia Abels an der neuen Nähmaschine widmet. Premiere hat am 2. Juni übrigens Labrador-Hündin Elsa als neues Team-Mitglied im Jugendhaus. Und schon jetzt dürfte sicher sein: Elsa wird der Star werden.

Hunde-Freundin Cathrin Lipfert möchte einem Kollegen nacheifern, der beste Erfahrungen mit der Einbindung eines (ausgebildeten) Hundes in der Jugendarbeit gesammelt hat. „Die Tiere können nicht nur in der Altenpflege wertvolle Türöffner sein, wenn es etwa darum geht, mit verschlossenen Menschen Kontakt aufzubauen“, betont die Birgelenerin, die eine Ausbildung in tiergestützter Therapie anstrebt, sobald das jetzt gerade mal vier Monate alte Jungtier ein Jahr alt ist. Vorbereitungsschulungen besucht sie mit dem Welpen jetzt schon – und freut sich nun auf spannende Erfahrungen mit der Hündin im Jugendhaus.