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Neu- und Umbauten an der Sporthalle Bergstraße in Wassenberg und der Betty-Reis-Gesamtschule liegen im Zeitplan.

Sporthalle und Gesamtschule : Noch liegen Um- und Neubauten im Plan

Kein Stillstand herrscht bislang, trotz Corona-Krise, bei zwei größeren Bauprojekten der Stadt Wassenberg: dem Umbau der mittlerweile entkernten Sporthalle Bergstraße und dem Neubau an der Betty-Reis-Gesamtschule.

Wer dieser Tage die Bergstraße entlang spazierte, konnte den Eindruck gewinnen, die Altsporthalle werde komplett abgerissen. Der bisherige Umkleidenanbau ist verschwunden und gibt den Blick in den Innenraum frei. Doch der Teilabriss war nur die Vorbereitung auf den neuen Anbau, den die Halle bekommt, informiert Hermann-Josef Limburg, Architekt in der Stadtverwaltung. In rund zwei Wochen sollen die Bauarbeiten für den Anbau (mit Aufzug) in Hallenhöhe beginnen, der im Erdgeschoss ein Foyer, Umkleiden und Sanitärbereich umfassen wird, im Obergeschoss eine Tribünenanlage für 120 Personen, einen Mehrzweckraum, der bei Veranstaltungen auch für Bewirtung genutzt werden kann, sowie eine Teeküche, Technikraum und einen unterteilbaren Fitnessraum. Auch Bereiche für den Hallensprecher und rollstuhlfahrende Besucher an der Tribüne sind geplant.

Zeitgleich bekommt die Halle einen Anbau an der Längsseite zur Kreuzkirche hin, dort entsteht eine 80 Meter lange und 4,50 Meter breite Halle mit vier Laufbahnen für Sprinttraining und eine Weitsprung­anlage. Auch der heutige Haupteingangsbereich an der Bergstraße wird saniert mit neuen Umkleiden und Sanitäranlagen. In der Halle werden Fußboden samt Heizung, Wandprallschutz und Dach umfassend erneuert. Durch den Wegfall der bisherigen Tribüne gibt es mehr Platz, so dass künftig auch eine Querbespielung der Halle möglich sein wird.

Hermann-Josef Limburg betont, dass die Arbeiten bislang im Zeitplan liegen, Ende des Jahres soll die Halle fertig sein. Das hofft man bei der Stadt immer noch, und auch, dass die Corona-Krise nicht zu gravierenden Personalengpässen bei den beauftragten Firmen führt.

Das gilt auch für den wenige Schritte entfernt liegenden Neubau der Betty-Reis-Gesamtschule, der mittlerweile fertig verklinkert ist. Die Fenster- und Fassadenarbeiten sind abgeschlossen, die Innenarbeiten haben begonnen, Estrich und Fußboden werden verlegt. Der Neubau, der die sog. Ofra-Fertigbauten ersetzen wird, wird 12 Klassenräume und sieben Mehrzweckräume für die 5. und 6. Jahrgänge beherbergen. Eine eingeschossige Verbindung zum bestehenden Mittelstufengebäude wird ebenfalls gebaut, dort finden ein Eingangsbereich mit Toiletten und Aufzug Platz sowie zwei Unterrichtsräume und ein Multifunktionsraum. Der Neubau nach den Plänen des Erkelenzer Architekturbüros Viethen soll nach dem Sommerferien bezugsfertig sein. Bislang liegen die Arbeiten im Zeitplan, sagt Limburg. Wenn der Neubau eröffnet ist, werden die Containerklassen abgerissen und einen dann größeren Schulhof freigeben. Eine Gestaltungsplanung dafür steht noch aus. Für den Schulhof zwischen Mittelstufenbau und Neubau schlägt das Büro Viethen eine gegliederte Gestaltung mit abgestuften Aufenthaltsbereichen vor. Für beide Bauprojekte, so Limburg, bleiben auch die Kosten im veranschlagten Rahmen.