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Wassenberg: Naturpark Schwalm-Nette startet Jubiläum

Wassenberg : Naturpark Schwalm-Nette startet Jubiläum

1965 wurde auf Burg Wassenberg der Naturpark Schwalm-Nette gegründet. Am Sonntag, am Anfang des Jubiläumsjahres, war dorthin eingeladen, um den inzwischen sanierten Bergfried zu besichtigen.

Dem Himmel so nah - und darum hatte der ein Einsehen, er bescherte am Sonntag bei prächtigem Sonnenschein einen wundervollen Blick über die Landschaft in einem großen Radius um Wassenberg herum. Gut 60 Gäste hatten sich am Nachmittag einer Bergfriedbesteigung mit der Diplom-Biologin Anita Paulißen im Auftrag des Naturparks Schwalm-Nette angeschlossen, um 91 Meter über der Wassenberger Unterstadt ein luftiges Wintergefühl zu genießen.

Im Jahr 1206 stand die Wassenberger Burg im Mittelpunkt des politischen Interesses. Damals logierte der Deutsche König Otto IV., der zum Kampf mit dem Gegenkönig Philipp von Schwaben aufrief, auf dem Gemäuer. Im Jahr 1543 war Kaiser Karl V., der, in dessen Reich die Sonne nie unterging, ebenfalls dort - und im Jahr 1965 wurde auf Burg Wassenberg der Naturpark Schwalm-Nette gegründet. Ein bedeutender Ort also. Kein Wunder, dass am Sonntag die Sonne schien, die im Lauf des Jahres noch auf einige Jubiläumsveranstaltungen im Naturparkraum zwischen Wassenberg und Wachtendonk blicken wird.

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Und da war die Burg Wassenberg am Sonntag natürlich die erste Adresse zum Einstieg in die Feiern zum Goldjubiläum des Zweckverbands, der sich in Teilen über die Landkreise Kleve, Viersen und Heinsberg sowie die Stadt Mönchengladbach erstreckt, und das auf insgesamt 435 Quadratkilometern. Seit 1976 ist er vereint mit dem Naturpark Maas auf der niederländischen Seite, die zusammen knapp 800 Quadratmeter messen.

Den ganzen Naturpark Maas-Schwalm-Nette konnte Führerin Anita Paulißen aufgrund der Tatsache, dass Wassenberg den südlichsten Punkt des Naturparks bildet, am Sonntag nicht visuell erläutern, aber Jung und Alt erfuhren den landschaftstypischen Status der Niederrhein-Landschaft, die stark von Wasser geprägt wird. Dem trug 2012 die prämiierte Naturparkschau "Wandervolle Wasserwelt" Rechnung, die das ganze Jahr über mit einer Fülle von Veranstaltungen die Aussicht brachte, dass der Verband inhaltsreich auch Jubiläen organisieren kann.

Vor den Über-Blick mussten die 60 Mit-Geher am Sonntag den Blick auf zahlreiche Treppenstufen richten, über die der Bergfried erreicht wird. Anita Paulißen kündigte an, dass bald in den ohnehin schon gut ausgebauten Backstein-Burgturm ein Aufzug eingebaut werde. Nicht nur bei einer Teilnehmerin tauchte die Frage auf, wie Menschen, die Barrierefreiheit benötigen, denn die Treppenstufen bis zum inzwischen sanierten und ausgebauten Bergfried hochkämen - da gibt es derzeit, so Anita Paulißen, noch keine Antwort.

Anerkennung fanden bei den Gipfelstürmern die Erläuterungstafeln, die auf Initiative und Kostenübernahme des Wassenberger Heimatvereins seit dem Vorjahr das Land- und Stadtpanorama rund um Wassenberg erläutern. Die Kinder fanden es etwas enttäuschend, dass der Trinkwasser-Brunnen im Bergfried keine Goldmünzen enthält - die goldene Sonne konnte da nicht voll entschädigen.

(isp)