Künstlerstammtisch Wassenberg: Jahresausstellung im Bergfried zum Thema Glück

Künstlerstammtisch Wassenberg präsentiert : Schau vielfältiger Glücksmomente

In ihrer Jahresausstellung spüren die Kreativen des Künstlerstammtischs Wassenberg mit verschiedenen Stilmitteln dem „Glück“ nach und regen Besucher an, über ihr eigenes Glück nachzudenken.

Für die einen ist es Glück, viel Zeit zur Verfügung zu haben und diese mit bevorzugten Tätigkeiten wie Tanzen zu gestalten. Andere sind glücklich darüber, Menschen zu begegnen oder freuen sich über positive Ereignisse im Leben. Mit verschiedenen Stilmitteln drücken derzeit 31 Kreative des Künstlerstammtischs Wassenberg ihre Empfindungen und Einstellungen zum Thema „Glück“ in einer sehr vielfältigen Schau aus. In ihrer Jahresausstellung im Bergfried haben sie sich thematisch an eine bereits seit März im Rathaus laufende Schau sowie an das aktuelle Motto der Stadt angepasst.

Er sei glücklich, dass die Künstler da sind und ausstellen, begrüßte Bürgermeister Manfred Winkens die Gäste, „wir freuen uns, wenn eine Veranstaltung im Bergfried ist“. Zudem sei der Parkplatz inzwischen fertig, das Restaurant in Betrieb und das Hotel bald auch. Sandra Kinnewig, die Christina Frenken, die Organisatorin des Stammtischs, seit kurzem unterstützt, ging näher auf die gezeigten Werke ein. „31 Künstler haben zum Thema ihre Gedanken, Emotionen und Erinnerungen in den verschiedensten Kunststilen und Materialien umgesetzt – viel Zeit investiert, um Besucher daran teilhaben zu lassen, was Glück für jeden Einzelnen bedeutet oder bedeutet hat.“ Persönlicher könne eine Ausstellung nicht sein. „Lassen Sie die Werke auf sich wirken – vielleicht werden Sie den ein oder anderen eigenen Glücksmoment wiederfinden.“ Sandra Klein, die lyrische Poetin der Künstlergruppe, hatte passende Gedanken in geschriebene Worte gefasst. Sie stellte unter anderem zur sinnbildlichen Zeile „Jetzt, da das Bunte in ihm (Burgfried) lebt, und die Wärme leise bebt“ in einem Bild mit leicht hervortretenden Mauersteinen, an denen schillernde Glaskugeln scheinbar hinabrollen, einen Bezug her. Ebenfalls sehr originell ist eine Skulptur des Künstlers Jo Neikes, die er aus Wurzelholz, Naturstein und Kupfer fertigte – ein Wesen mit einer Art Totenschädel und mit wie Arme geformten Flügeln. Hierbei war vielleicht derjenige glücklich, der der Gestalt mit Titel „Gier“ nicht begegnete. Als „Schamanin“ bezeichnet Simone Neikes ihre figürliche Darstellung, die in ein Netz mit daran befestigten Muscheln gehüllt ist.

Realitätsnah realisierte Willi Wagels sein hochformatiges Werk „Glück ist ...“ mit Acryl auf Hartfaser: Das Glück, in dessen Schriftbild er Abbildungen von einem Instrument, von Blüten oder idyllischer Natur verbarg, musste nur von den ebenso sichtbaren, hochgereckten Armen ergriffen werden. Beispielhaft für Collagen thematisierte Michèle Delaunay den Mauerfall in Berlin. In Malereien mit Acryl-, Öl- oder Aquarellfarbe, Pastellkreide oder Tinte zeugten Beziehungs- oder Alltagsszenen, Naturerlebnisse oder -darstellungen sowie Tierporträts von Augenblicken intensiver Gefühle und des Wohlbefindens. Den Betrachtern ist es möglich, visuell in vielfältigen Stilen und Farbgebungen zu schwelgen, den Bezug zu eigenen glücklichen Erfahrungen herzustellen sowie sich zu neuen Glücksmomenten inspirieren zu lassen.

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