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Wassenberg: Kreative Atmosphäre rund um Bergfried

Wassenberg : Kreative Atmosphäre rund um Bergfried

Kunst im Bergfried, zu dessen Füßen sowie in den Straßen und Ateliers von Wassenberg: Viele sehenswerte Werke. Niederländerinnen zeigten "Fine Art Photography", die Wegberger "Siebenschreiber" hielten erfolgreiche Lesungen.

Egal ob in den Künstlerpavillons am Heckentheater des Burgbergs, im Bergfried, dem Saal der Burg oder den umliegenden Straßen, Wegen und Ateliers: In ganz Wassenberg herrschte beim nun schon 14. Kunst- und Kulturtag eine kreative und sommerliche Atmosphäre. "Alle Künstler, die hier sind, alle Objekte, die hier sind, sind sehenswert. Man sollte sich wirklich die Zeit nehmen, alles anzusehen", sagte Bürgermeister Manfred Winkens.

Zu betrachten gab es genügend. Fotografien, Malereien, Skulpturen und andere Arbeiten. Wer wollte, konnte sich außerdem mit den Künstlern austauschen: Über ihre Motivation, Kunsttechniken und Ideen.

In einem der acht Künstlerpavillons war auch der Wassenberger Künstlerstammtisch vertreten. "Wenn ich irgendetwas Schönes sehe, dann muss ich das malen", sagte Sandra Kinnewig, eine der Künstlerinnen. Wie zum Beispiel einen Hauseingang in Tellaro in Ligurien. Dann greift Kinnewig zu Pastell, denn mit dieser Technik könne sie mit drei bis vier Farben schöne, weiche Übergänge zeichnen. Beim Kunst- und Kulturtag stellte sie das erste Mal aus. Gespannt war sie deswegen auf die Reaktionen der Besucher. Gefreut hat sie sich auf neue Inspirationen und den Austausch mit anderen Künstlern.

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Im Saal der Burg war der Creativ-Kreis-International (CKI). "Emaille, Keramik und Textil, das sind alles sehr alte Techniken, die wir hier ausstellen", sagte Rita Gehlen-Marx vom CKI, die selbst auf Seide malt. Emaille, das mehrmalige Brennen von Glas, wurde beispielsweise schon im Mittelalter angewandt. Die Künstler des CKI zeigten große Emaille-Arbeiten mit Landschaften oder Portraits. Manche der Künstler, die auch aus Polen und Russland kommen, verarbeiten Emaille in Skulpturen oder Schmuck.

Ein ganz besonderes Anliegen hatte Jo Neikes vom CKI. "Kunst muss auch darauf hinweisen, dass nicht überall Friede und Freude ist", sagt er. Deswegen hatte er vor dem Saal der Burg eine Skulptur installiert, die einen blutenden Menschen zeigt. "Das ist die gequälte Menschheit, die von irgendwelchen Extremisten missbraucht wird", sagt Neikes. Dem stellte er Frieden, Freiheit, Glück, Brot und Wasser gegenüber. "Das ist, was sich hingegen alle Menschen wünschen."

Im Bergfried konnte sogenannte "Fine Art Photography" von niederländischen Künstlerinnen betrachtet werden. Die prägnanten Bilder vor schwarzem Hintergrund zeigten Portraits verschiedener Frauen. Ebenfalls im Bergfried fanden Lesungen statt. Die Siebenschreiber aus Wegberg präsentierten einige ihrer Texte, wie auch Reinhold Friedl aus Oldenburg.

Das Thema Kunst und Kultur griff auch Walter Bienen vom Heimatverein auf. Unter dem Titel "Von der Sumpflandschaft zum Kunst- und Kulturpark" führte er durch das Judenbruch.

(anek)