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Kommunalwahl in Wassenberg: Ärger um nackten Damen-Po auf SPD-Plakaten

Kommunalwahl in Wassenberg : Ärger um nackten Damen-Po auf SPD-Plakaten

Weil die eigentlichen Wahlplakate nicht rechtzeitig fertig wurden, klebte die SPD in Wassenberg ein „Übergangsplakat“ auf die leeren Tafeln. Das Motiv sorgte schnell für Kritik aus den eigenen Reihen.

Ein nackter Damen-Po auf einem SPD-Plakat hat im Kreis Heinsberg für Aufregung gesorgt. Das Bild habe als Platzhalter gedient, weil die eigentlichen Plakate für die Kommunalwahl nicht rechtzeitig fertig geworden seien, sagte der Ortsvereinsvorsitzende der SPD Wassenberg, Hermann Thissen, am Mittwoch. Und so sei das Wahlkampfteam, zu dem auch Frauen gehörten, auf die Idee zu der ungewöhnlichen Grafik gekommen: Eine nackte Frau von hinten mit dem Hinweis „Hier demnächst mehr von der SPD“.

Rund 30 Plakatständer mit dem Motiv seien am vergangenen Samstag im Stadtgebiet aufgestellt worden. „Von den Wassenbergern habe ich keinerlei Rückmeldungen dazu bekommen“, betonte Thissen. Wohl aber aus eigenen Reihen: Der SPD-Kreisvorsitzende Norbert Spinrath habe ihn angerufen und das Motiv kritisiert. „Daraufhin haben wir das Plakat sofort mit einem SPD-Flyer überklebt. Ich wollte da kein Schlachtfeld aufmachen“, sagte Thissen.

Zuvor hatten die „Aachener Nachrichten“ berichtet. Der Kreisvorsitzende Spinrath sagte der Zeitung, die Zeiten, in denen man versucht habe, mit sexistischen Motiven das Interesse der Menschen zu wecken, seien lange vorbei. „Das passt nicht zu unseren Werten.“

(chal/dpa)