Jugendzentrum JuZe Wassenberg vor Wiedereröffnung

Jugendzentrum vor der Wiedereröffnung : Mehr Gewicht für die mobile Arbeit

Am 29. Juni öffnet das Wassenberger Jugendzentrum JuZe mit einem bunten Fest nach halbjähriger Schließung wieder seine Tore. Derzeit werden Konzept und Angebot der Einrichtung überarbeitet.

Das Gittertor zu dem seit einem halben Jahr geschlossenen Wassenberger Jugendzentrum JuZe ist seit wenigen Tagen wieder offen. Im Hause wird tüchtig renoviert, dort regieren derzeit die Handwerker, der Besucher muss über Malerutensilien steigen, um ins Leiterbüro zu kommen. In dem sitzt nach abgeschlossener Reha- und Wiedereingliederungszeit Patrick Geiser seit Montag wieder als Vollzeitkraft. Ein Jahr lang war er krankheitsbedingt außer Gefecht, jetzt geht er nach eigenen Worten mit Freude und Elan ans Konzept für die Zukunft der Einrichtung. Ein Konzept, das auf Wunsch von Stadt und Kreisjugendamt auch neue Akzente setzen soll.

„Vor allem die mobile Jugendarbeit soll fest verankert werden und ein größeres Gewicht bekommen“, sagt Geiser im Gespräch. Neu ist die Arbeit im Duo, denn seit 1. Juni steht Cathrin Lipfert aus Birgelen als zweite hauptberufliche Fachkraft - beide sind studierte Sozialarbeiter - Geiser zur Seite. Ihre Stelle ist (zunächst) auf ein Jahr befristet.

Die personelle Aufstockung soll die mobile Arbeit umsetzbar machen. Wenngleich am Gesamtkonzept noch gefeilt wird, gehen Geisers Vorstellungen dahin, die Stadtteile in regelmäßigen Abständen mit dem JuZe-Kleinbus (samt Aktionsanhänger) aufzusuchen und dort an bestimmten Treffpunkten mit Jugendlichen bei Gesprächen, Spiel und Spaß in Verbindung zu kommen. Auch mit solchen Jugendlichen, die bislang nicht den Weg ins Jugendzentrum fanden, aber dadurch möglicherweise eingebunden werden können. „Wichtig wird uns Kontinuität sein, denn Jugendarbeit ist Beziehungsarbeit, die stetig gepflegt werden muss“, sagt Geiser.

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Das gilt auch für das Jugendzentrum an der Pontorsonallee, in dem regelmäßige Öffnungszeiten von dienstags bis samstags Verlässlichkeit bieten werden, und dies auch über die Pflichtstundenzahl von 25 hinaus, wie Geiser betont. Dabei werde stets eine der beiden Vollzeitkräfte präsent sein, auch in der Sommerferien wird geöffnet sein. Hauptzielgruppe bleiben Jugendliche ab 12 Jahren, doch man denkt auch an einige Angebote für Kinder. Mittelfristig soll es auch wieder besondere Ferienaktionen und Events wie Konzerte im JuZe geben.

Geiser freut sich über das neu erwachte Interesse der Wassenberger Stadtpolitiker an der Arbeit des Jugendzentrums. „Wir heißen gern Ratsvertreter willkommen und stehen offen für Diskussionen zwischen Politikern und JuZe-Besuchern“, betont er.

Erste Gelegenheit zur Kontaktaufnahme bietet bereits das Eröffnungsfest am 29. Juni, das als Familientag für Jung und Alt gestaltet wird. Von 16 bis 20 Uhr herrscht offene Tür mit diversen Aktionen. Unter anderem ist das benachbarte Naturpark-Tor präsent und lädt zum Herstellen von Kräuterbutter ein. An der „Bar“ des Kreis-Jugendamtes gibt es kostenlose alkoholfreie Cocktails. Auch Grillwürstchen und andere Getränke sind am Eröffnungstag gratis. Weitere Attraktionen: u.a. Hüpfburg, WM-Torwandschießen mit kleinen Preisen und eine Verlosung, bei der Stadtführungen mit Westblicke-Gästeführerin Therese Wasch gewonnen werden können. Maskottchen Sammy, der Sämling wird die Kinder sicher wieder zu Selfies einladen. Clou für die Jugendlichen am Abend ist ein Konzert der Wassenberger Band AeOns ab 20 Uhr auf der Naturbühne des Juze. Bei Führungen wollen Geiser und Lipfert den Gästen Räume und Angebote des Jugendzentrums vorstellen.

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