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Jugendhaus Culture Clash Wassenberg: Neue Freude an der Gemeinschaft

Wassenberger Jugendhaus Culture Clash : Neue Freude an der Gemeinschaft

Das Jugendhaus Culture Clash in Wassenberg hat seit rund einem Monat wieder geöffnet und bietet derzeit Ferienaktionen an. Trotz Corona-Einschränkungen herrschen Zufriedenheit und gute Stimmung.

Erst eine Woche jung ist das Sommerferienprogramm im Culture Clash, dem Jugendhaus der Stadt Wassenberg. Und bei allen corona-bedingten Einschränkungen lassen sich die 12 Kinder und Jugendlichen, die vor dem Haus gerade leidenschaftlich die Graffiti-Sprühdosen schwingen, um bunte Schablonen-Bilder oder Farbkreationen Marke Eigenbau entstehen zu lassen, den Spaß an der neuen Gemeinsamkeit nicht vermiesen – auch mit Mund-Nasen-Schutz nicht.

Sie genießen das bunte Aktionsprogramm, das das Jugendhaus sechs Wochen lang von 8 bis 16 Uhr anbietet – Mittagessen inklusive. Das freilich corona-bedingt leider nicht von den Teilnehmern mitgekocht werden darf, wie es Leiterin Cathrin Lipfert und Freiwilligen-Dienstlerin Patricia Abels gern hätten. Dafür müssen beide jetzt alleine ran, um „Renner“ wie Nudelgerichte und Pfannkuchen servieren zu können.

„Wir hatten großen Respekt vor der Öffnung unter den vielen Auflagen nach der Corona-Schließungszeit. Aber alles klappt viel besser als wir es uns vorgestellt haben“, sagen beide rückblickend. Und sie sind stolz auf ihre Schützlinge, die sich sehr diszipliniert an die Hygieneregeln halten:

„Keiner ist bislang ohne Mund-Nasen-Schutz gekommen. Und wer ins Haus geht oder auf die Toilette, zieht ihn brav auf.“ Die regelmäßige Desinfektion der Hände sei auch langsam zur Routine geworden, denn seit einem Monat ist das Jugendhaus bereits geöffnet. Gut angekommen bei Schülern und Schülerinnen sei vor den Ferien das Angebot der „Lernzeit“ an Schultagen von 12 bis 15 Uhr, bei dem vor allem Jugendliche der Betty-Reis-Gesamtschule in den Räumen und an den Computern des Jugendhauses ihre Hausaufgaben begleitet machen konnten.

Cathrin Lipfert freut sich, durch dieses Angebot auch neue Besucher fürs Jugendhaus gewonnen zu haben. Und zu den freien Öffnungszeiten des Culture Clash musste bislang auch niemand abgewiesen werden. Schließlich spielte sich das meiste auf der 200 Quadratmeter großen Außenanlage des Hauses ab, auch wenn drinnen nicht mehr als 15 Leute gestattet sind.

Labrador-Hündin Elsa, die zum Therapiehund ausgebildet wird und bald regelmäßig in die Jugendarbeit des Hauses einbezogen werden soll, nahm vor den Ferien erste Tuchfühlung mit den Besuchern auf, erzählt Lipfert. Der quirlige Ferienbetrieb derzeit sei für das Jungtier freilich noch ein wenig zu anstrengend, erläutert Lipfert die derzeitige Abwesenheit des Vierbeiners.

Leider durfte die sogenannte aufsuchende Jugendarbeit mit dem „Funmobil“ in den Wassenberger Stadtteilen noch nicht starten, berichtet die Leiterin. Aber ihr Stellvertreter Björn Kruse sei regelmäßig präsent an den informellen Treffpunkten der Jugend in der Stadt. Da liegt die Frage nach den lärmenden Abendpartys auf dem Pontorsonplatz nahe, die nach Beschwerden aus der Nachbarschaft in jüngster Zeit auch Ordnungskräfte und Polizei schon auf den Plan riefen. Cathrin Lipfert kennt diese „Versammlungen“, sie betont aber, dass sie bislang dort keine Besucher des Jugendhauses erkannt habe, die in aller Regel auch jünger seien und nicht mit Autos vorfahren.

Und wie geht es weiter im Ferienprogramm: Bei schönem Wetter startet die Waldrallye durchs Judenbruch, die das Besucherzentrum Naturparktor nebenan mit Smartphone-Unterstützung neu ausgearbeitet hat. Beim richtigen Lösungswort lockt ein Eis. Die Entdecker-Stadtrallye haben die Ferienspielteilnehmer in der ersten Woche schon erlebt, und gegen Ferienende lockt noch eine historische Stadterkundung mit Walter Bienen vom Heimatverein und dem virtuellen Ritter Gerhard. Exotisch wird’s bei eine Kreativ-Reise in die balinesische Kultur, aber auch Paddeln auf der Rur steht auf dem Plan.

Ein besonderes Highlight kündigt Lipfert für den 24. Juli an: Dann wird es im Culture Clash eine große Filmpremiere geben. Der im Hebst von und mit Jugendlichen des Hauses gedrehte Gruselfilm „Des Pützchens Geheimnis“ hat Premiere. Man darf gespannt sein.

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