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Jugendhaus Culture Clash in Wassenberg geht mit neuen Ideen in die Zukunft.

„Culture Clash“ : Mit neuen Ideen in die Zukunft

Cathrin Lipfert ist seit Anfang des Jahres neue Leiterin des Jugendhauses „Culture Clash“. Seit wenigen Tagen steht ihr Björn Kruse als weiterer hauptamtlicher Mitarbeiter zur Seite.

Cathrin Lipfert, ist seit rund zwei Jahren schon im Wassenberger Jugendzentrum aktiv, das sich seit kurzem bekanntlich Jugendhaus „Culture Clash“ nennt. Seit Jahresbeginn die 28-Jährige neue Leiterin der Einrichtung als Nachfolgerin von Patrick Geiser. Seit wenigen Tagen nun wird sie von Björn Kruse, ebenfalls 28 Jahre alt, als weiterer hauptamtlicher Kraft im Jugendhaus unterstützt. Das Leitungsteam, das gerade auch im Fachausschuss des Rates zu Gast war, stellte im Gespräch mit unserer Redaktion sich und einige Schwerpunkte und Ideen für die künftige Arbeit vor.

Björn Kruse, der seit kurzem in Oberbruch wohnt, ist in Rheurdt im Kreis Kleve aufgewachsen, machte nach dem Realschulabschluss sein Fachabitur in Geldern. Seit dem Zivildienst arbeitete Kruse in Einrichtungen unterschiedlicher Träger der Jugendhilfe mit Kindern/Jugendlichen mit und ohne Behinderung und unbegleiteten Flüchtlingen, vor allem in Wohngruppen. Seine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher schloss er 2015 ab, ein nachfolgendes Studium an der FH des Mittelstandes in Köln 2019 mit der Anerkennung als staatlich anerkannter Sozialpädagoge.

Gerade das neue Arbeitsfeld – nach viel stationärer Arbeit – an einem Jugendzentrum und der Schwerpunkt, der für ihn künftig bei der mobilen Jugendarbeit liegen wird, habe ihn an der Bewerbung gereizt, sagt Kruse. Er wird nicht nur der neue Ansprechpartner am Spiel- und Aktionsbus sein, der ab Ostern wieder in den Ortsteilen Station macht, sondern will den Kindern und Jugendlichen, statt Fahrten in Freizeitparks, vor allem auch aktive Möglichkeiten in der Umgebung nahebringen: „Lebenswelt-orientierte Angebote im Ort“ nennt es der Sozialpädagoge. Und da sieht Kurse, der eine Weiterbildung in Erlebnispädagogik vorhat, in Wassenbergs Landschaft viele Möglichkeiten, vom Floßbau an der Rur bis zum (gesicherten) Kletterspaß im Wald. „Es muss nicht alles etwas kosten“, sagt er. Die Nähe zum Naturpark-Tor nebenan an der Pontorsonallee will das Jugendhaus ebenfalls für gemeinsame Angebote nutzen, sagt Cathrin Lipfert. Auch wenn Kruse nicht als offizieller Streetworker fungieren wird, sieht er doch den Kontakt zu den informellen Treffpunkten von Jugendlichen in der Stadt als eine Aufgabe an.

Neue Ideen fürs Programm wollen Lipfert und Kruse gemeinsam mit den 15 ehrenamtlichen Teamern zwischen 12 und 27 Jahren, darunter sieben neue, entwickeln. Zwei interessante Akzente verraten beide dennoch schon: So wird das Jugendhaus im Vorfeld der Kommunalwahlen an den U16-Wahlen, einer Initiative des Landesjugendringes NRW, teilnehmen und dafür interessierte Ratsmitglieder und Stadtpolitiker am 19. Juni zum gemeinsamen Grillen und Diskutieren einladen. Interessierte Politiker(innen) konnten sich jetzt im Jugendausschuss schon in eine Liste eintragen.

Die Erfahrung, dass Tiere, vor allem auch Hunde, „Eisbrecher“ sein können, wenn es darum geht, zu Kindern Kontakt aufzunehmen, vor allem auch in Problemsituationen, will Cathrin Lipfert, die privat leidenschaftliche Hundehalterin ist, künftig auch für die Jugendarbeit nutzen. „Ich würde gerne eine Weiterbildung für tiergestützte Intervention mit meiner Labrador-Hündin Elsa machen“, sagt sie. „Die guten Erfahrungen eines Kollegen mit seinem Hund bei seiner Arbeit haben mich überzeugt.“ Auch den Übungsleiterschein beim Kreissportbund streben die beiden Sozialpädagogen an: „Schon wenn man mit einer Gruppe ins Schwimmbad geht, ist das nötig, oder auch, wenn wir etwa mal ein Fußballturnier planen.“

Die Kinder und Jugendlichen in der Übergangseinrichtung in Rothenbach will das Jugendhaus unter seinem neuen Leitungsduo weiter in seine Arbeit einbeziehen und auch den guten Kontakt zur Evangelischen Jugendeinrichtung Campanushaus ausbauen.