Initiative Pskow sucht Förderer für den Neubau des Tagesförderbereichs der Pskower Behindertenwerkstatt

Initiative Pskow : Pskow-Initiative sucht Förderer für Bauprojekt

Die Initiative Pskow und ihr Vorsitzender Klaus Eberl berichten über den dringend erforderlichen Neubau des Tagesförderbereichs der Pskower Behindertenwerkstatt.

Über die vielfältigen Projekte für Menschen mit Behinderungen, die die aus der Ev. Kirchengemeinde Wassenberg hervorgegangene Initiative Pskow (IP) der Ev. Kirche im Rheinland in der russischen Stadt aufgebaut hat, wurde vielfach berichtet. Das Netzwerk gilt russlandweit als beispielhaft und hat mittlerweile auch „Ableger“ außerhalb der Stadt gebildet. Und es wächst weiter. Um die Behindertenschule (Heilpädagogisches Zentrum/HPZ) und die Behindertenwerkstatt als Kerneinrichtungen haben sich weitere Wohn- und Betreuungsformen entwickelt, wie wir sie als Betreutes Wohnen kennen. Neu ist eine Wohngemeinschaft von Frauen mit Behinderung. Aber auch über Wohnmöglichkeiten für Menschen im Alter, die die Behindertenwerkstatt verlassen, denkt die IP verstärkt nach, wie kürzlich bei der Jahresversammlung deutlich wurde.

Gerade berichtete IP-Vorsitzender Klaus Eberl, Oberkirchenrat i.R. aus Wassenberg, über ein neues Bauvorhaben, für das die IP dringend finanzielle Unterstützer sucht. Seit 20 Jahren gibt es die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Pskow. Jetzt bedarf diese dringend einer Erweiterung des Tagesförderbereichs. „Hier werden tagsüber die jugendlichen Schulabgänger des HPZ betreut, die sonst nirgendwo einen Platz haben“, beschreibt Eberl. „Sie sind so schwer behindert, dass sie sich nicht in den Arbeitsalltag der Werkstatt eingliedern können. Sie sind sogar zu schwach, um in der Fördergruppe der Werkstatt Alltagskompetenz zu erwerben oder einfachen Tätigkeiten nachzugehen.“ Im Tagesförderbereich gehe es um die Pflege der Schwerstbehinderten, darum, ihnen eine Tagesstruktur, Persönlichkeitsförderung und Zuwendung zu geben. Eberl: „Es geht auch darum, ihre Eltern wenigstens für einige Stunden zu entlasten und ihnen somit die Möglichkeit zu geben, in dieser Zeit selbst einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.“ Als Alternative bliebe diesen Jugendlichen nur eines der kasernenartigen „Internate“.

Aktuell ist der Betreuungsbereich in veralteten Holzhäusern mit mittlerweile viel zu wenig Platz untergebracht, denn die Zahl der Betreuten habe sich nahezu verdoppelt, berichtete Eberl. Ein Neubau soll nun an der Stelle der alten Tagesförderstätte entstehen, der angemessenen Platz für rund 24 Behinderte bietet. Die grob geschätzten Kosten liegen bei 200.000 Euro. Die IP rechnet nicht damit, dass der Bezirk Pskow die gesamten Kosten übernehmen wird. Interessierte Förderer finden auf der IP-Internetseite (www.initiative-pskow.de) Ansprechpartner und Spendenkonto. Kontakt zu Klaus Eberl: klaus.eberl@ekir.de.