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Grüne Wassenberg: Flüchtlingskinder aus Lebos in Wassenberg aufnehmen.

Antrag an den Wassenberger Rat : Grüne: Flüchtlingskinder aus dem Lager Moria aufnehmen

Die Fraktion der Grünen im Wassenberger Stadtrat plädiert dafür, dass die Stadt Mitglied im Bündnis „Städte sicherer Häfen“ wird. Als Bündnismitglied würde sich die Stadt verpflichten, zusätzlich zehn Prozent mehr Aufnahmeplätze zur bestehenden Verteilungsquote zu schaffen.

Die Grünen im Wassenberger Rat regen an, dass sich die Stadt dem Bündnis „Städte sicherer Häfen“ anschließt. In einem Antrag für die Ratssitzung am 14. Mai wünscht sich die Fraktion, dass sich auch Wassenberg bereit erklärt, minderjährigen Flüchtlingskindern sowie ihren Angehörigen aus den überfüllten griechischen Lagern eine sichere Unterkunft zu bieten. Als Bündnismitglied würde sich die Stadt verpflichten, zusätzlich zehn Prozent mehr Aufnahmeplätze zur bestehenden Verteilungsquote zu schaffen. Die Grünen weisen darauf hin, dass die Stadt zurzeit laut der ihr zustehenden Quote noch neun unbesetzte Flüchtlingsplätze habe (Stand 15. März).

 In der Begründung des Antrags heißt es: „Die Wassenberger Politik zeigt sich nicht gleichgültig gegenüber dem Elend der Flüchtlinge in den griechischen Lagern. Dem Bündnis ,Städte Sicherer Häfen’ haben sich durch Beschlüsse der jeweiligen Räte und Stadtverordneten inzwischen 140 deutsche Städte und Kommunen angeschlossen. Gemeinsam wollen sie Flüchtlingen helfen.“ Und weiter heißt es: „ Insbesondere auf der griechischen Insel Lesbos, im dort befindlichen Flüchtlingslager Moria, sind die Zustände katastrophal und zutiefst menschenunwürdig. In dem Lager, das ursprünglich für 3000 Menschen geplant war, befinden sich rund 20.000 Menschen, darunter zusammengepfercht viele Frauen und Kinder. Die erschütternden Zustände in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland können uns in Wassenberg insbesondere im Hinblick auf das Coronavirus nicht unbeeindruckt lassen.“  

Jetzt könnten die Menschen noch unkompliziert aufgenommen und angemessen untergebracht werden, betont der Antrag. „Wenn die Lager aber erst von der Corona-Pandemie erfasst werden, bleibt uns nur noch die Möglichkeit, Kranke hier intensivmedizinisch zu versorgen oder ihnen beim Sterben in den Lagern zuzuschauen.“