Projektwoche in Wassenberger Grundschule Mit Trommeln durch Afrika

Wassenberg · Endlich wieder Projektwoche: Die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Am Burgberg in Wassenberg feierten einen erfolgreichen Präsentationstag. Klar wurde: Viele Talente wurden entdeckt.

 Trommelzauberer Thomas Soukou und die Kinder der GGS Am Burgberg: Der Abschluss der Projektwoche war ein großer Erfolg.

Trommelzauberer Thomas Soukou und die Kinder der GGS Am Burgberg: Der Abschluss der Projektwoche war ein großer Erfolg.

Foto: Ruth Klapproth

Die Kinder der Wassenberger Gemeinschaftsgrundschule Am Burgberg (GGS) reisten bei ihrer Projektwoche in das weit entfernte Afrika – und das nicht mit einem Flugzeug, sondern auf musikalische Weise durch ihr Trommelspiel. Trommelzauberer Thomas Soukou führte die trommelnden Kinder und deren Familien mit rhythmischen Bewegungen und Tänzen sowie Spaß durch die Geschichte auf dem fernen Kontinent.

Auf dem Weg in das Dorf Tamborena trafen sie auf Löwen, wurden von Kindern aus dem Dorf herzlich empfangen und feierten ein großes Fest. Auch die Familien band Soukou in die Aufführung ein und so fand sich so manches Elternteil tanzend oder trommelnd auf der Bühnenfläche der Turnhalle wieder. Die Kinder präsentierten auf dem Mitmach-Konzert stolz, was sie in ihrer Afrika-Projektwoche von ihrem Trommelmeister gelernt haben. Natürlich musizierten auch die Lehrerinnen und Lehrer mit.

„Wir machen alle vier Jahre eine Projektwoche mit einem Schulfest. Dieses Jahr kann die Projektwoche wieder zum ersten Mal nach Corona stattfinden“, erklärte Ute Püll, die Klassenlehrerin der 3c, und erzählte weiter: „Eine Kollegin kannte das Projekt ‚Trommelzauber‘ und hat es uns empfohlen.“ So erhielten die Kinder eine Woche lang Trommel- und Rhythmus-Einheiten von dem aus Frankreich angereisten Thomas Soukou. „Jeden Morgen haben wir mit allen Kindern in der Turnhalle mit einem Trommelgruß gestartet“, berichtete Pöll. Jedes der 300 Kinder habe eine eigene Trommel während des Projekts erhalten. Darüber hinaus erfuhren und entdeckten die Kids im Unterricht viel Neues über Afrika, wie zum Beispiel über seine Tierwelt. Sie bastelten Eintrittskarten und Tiermasken für ihre Aufführung sowie gestalteten in der Offenen Ganztagsschule die Kulisse für das Bühnenprogramm.

Nach fünf Tagen der Probe waren alle am Aufführungstag sehr aufgeregt. Die Schulpflegschaft betrieb eine Cafeteria für die Gäste und rührte damit zugleich die Spendentrommel. Eltern und Großeltern flüsterten ihren aufgeregten Kindern letzte aufmunternde Worte zu und dann ertönte schon das Grillenzirpen. Nacheinander betraten die Kinder jahrgangsweise die Bühne. Sie trugen ihre selbst gebastelten Tiermasken. Die kleinen Elefanten, Gazellen, Affen und Giraffen nahmen ihre Plätze ein und trommelten freudestrahlend den ersten Gruß an ihre Familien. Aufgrund der vielen Kinder und deren Familien fand das Mitmach-Konzert gleich zwei Mal statt. Das Highlight der Kinder war sicherlich der Auftritt ihrer Familien, die sich sammelten und für ihre Kinder sangen und tanzten. Nachdem Thomas Soukou die Kinder und alle Anwesenden durch die afrikanische Trommelgeschichte geführt hat, bat er einen Jungen aus der ersten Klasse mit seinem Integrationshelfer auf die Bühne. Der Junge trommelte Soukou anhand seines sensiblen Gehörs alle Rhythmen selbstbewusst nach und berührte sichtlich die Herzen aller Anwesenden. Über Soukous Geschenk einer eigenen großen Trommel freute sich das Kind sichtlich, das durch die Projektwoche sein Talent für das Trommeln entdeckte. Stolz und erleichtert liefen die Kids nach der Aufführung zu ihren Eltern. „In meiner Klasse sind alle Kinder restlos begeistert“, erwähnt Püll ganz verzückt. Die Kinder erführen durch das Projekt ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das viele so nicht mehr kennen. Aber auch das Rhythmus-Gefühl würde gefördert, erklärte sie den pädagogischen Mehrwert der Projektwoche.

Karin Platen, die Konrektorin der Grundschule, war sichtlich von dem Trommelzauber-Projekt begeistert und zeigte sich optimistisch, das Projekt wieder an die Schule einzuladen. Die stellvertretende Schulleiterin richtete einen großen Dank an alle Kinder, Eltern, die OGS, ihren Kolleginnen und Kollegen, der Schulpflegschaft, aber insbesondere dankt sie dem Förderverein der Schule, der den Kindern das Trommelprojekt finanziell überhaupt ermöglicht hat.

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