Fürs Schützenzelt muss am umgestalteten Markt in Birgelen nachgebessert werden

Markt Birgelen : Kein Platz fürs Festzelt nach Marktumbau

Der Platz fürs Kirmeszelt auf dem umgestalteten Markt in Birgelen ist zu klein. Im November wird der Platz in Richtung Kindergarten verbreitert und Gefälle beseitigt.

Die Ankündigung der Schützenbruderschaft für ihre Herbstkirmes Mitte September ließ auch Außenstehende aufhorchen. Das Festzelt steht am Dämmerweg statt wie üblich auf dem Marktplatz? Richtig, das war kein Übermittlungsfehler. Denn ein Festzelt passt derzeit nicht auf den Marktplatz. Dafür muss nun nachgebessert werden.

Das erstaunt zunächst und klingt ein wenig nach Posse, denn der Markt ist vor kurzer Zeit erst umgebaut und neu gestaltet worden, um als Parkplatz und Multifunktionsbereich für Feste genutzt werden zu können. Wie Stadtkämmerer Willibert Darius und der von der Stadt mit dem Projekt beauftragte Planer Joachim Scheller jetzt noch einmal betonten, hatte man im Vorfeld der Umgestaltung (wie mehrfach berichtet) die Feuerwehr und die im Ort aktiven Vereine eng in die Planungen eingebunden. Sie lieferten Informationen über ihre Bedürfnisse, unter anderem den Platzbedarf fürs Kirmeszelt und Fahrgeschäfte.

Aber da hat es wohl ungenaue oder missverstandene Zahlenangaben gegeben. Die St. Lambertus Schützenbruderschaft habe die Fläche ihres üblicherweise siebenteiligen Zeltes mit 35 mal 15 Meter Größe angegeben und dabei offenbar den für Verankerungen nötigen Mehrbedarf nicht einkalkuliert, sagt Scheller. Das Zelt, das künftig im hinteren Platz quer (nicht mehr wie früher in Längsrichtung) aufgebaut werden soll, braucht aber 36,50 mal 17 Meter. „Wir haben uns an die Angaben der Bruderschaft gehalten“, betont Scheller, der allerdings zugibt, ein weiteres Problem nicht bedacht zu haben.

Mit Rücksicht auf vorhandene Versorgungsleitungen im Boden, den Wurzelbereich eines erhaltenswerten Baumes und die Anschlusshöhen im Bereich des Feuerwehrgebäudes hat der Platz in seiner neuen Gestaltung ein Gefälle von 72 Zentimetern, 40 Zentimeter aber sind nur erlaubt für den Aufbau eines sicheren Zeltes. „Das geht auf unsere Kappe, deshalb wird auf unsere Kosten nun der Unterbau des Zeltbereichs abgesenkt und das Pflaster auf eine tiefere Ebene gelegt“, bestätigt Scheller. Das Ganze soll laut Kämmerer Willibert Darius im November vonstatten gehen und in 14 Tagen erledigt sein. In Richtung Kindergarten wird der Platzbereich um 1,50 Meter verbreitert, die Kosten für die Versetzung von drei Bäumen und einer Lampe wird die Stadt übernehmen. Darius betonte zwar, dass die Stadt nicht die Verantwortung für die aufgetretenen Baumängel trage, hält die Aufregung aber für übertrieben. „So etwas passiert halt immer wieder mal bei Bauprojekten. Wir haben die Sache einvernehmlich direkt nach den Bauferien bei einem Ortstermin mit allen Beteiligen regeln können.“

Unaufgeregt reagierte auch Brudermeister Hermann-Josef Jütten. Man habe die benötigte Nebenfläche fürs Zelt („35 Meter plus ...“) sehr wohl im Vorfeld angesprochen, sagte er. „Aber wir freuen uns über die nun gefundene schnelle und unbürokratische Lösung. Im Frühjahr wird die Kirmes wieder wie gewohnt auf dem Markt stattfinden.“

Apropos Kirmes: Die kommende Herbstkirmes mit dem Oktoberfest des Jägerzuges hätte schon von der nötigen Zeltdimension her gar nicht auf den Markt gepasst, erläutert Jütten. Denn 700 bereits verkaufte Karten für die Oktobersause mit der Band „Wir sind Spitze“ zum Auftakt der Herbstkirmes machten ein Zelt von 750 Quadratmetern Größe nötig, das nun bestens auf die Wiese am Dämmerweg passe.

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