Film "Wassenberg im Jahr 1982" beim Heimatverein Wassenberg vorgestellt

Premiere beim Heimatverein : Der Wassenberg-Film blickt zurück in eine bewegte Zeit

Beim Wassenberger Heimatverein stellte Leo Schroeder seinen Film „Wassenberg im Jahr 1982“ vor. Der 45-Minuten-Streifen ist jetzt auch im Internet zu sehen.

Den einzigen Wehrmutstropfen des Abends gab es im Naturparktor gleich zu Beginn. Leo Schroeder zeigte seinen Film „Wassenberg im Jahr 1982“ und konnte trotz Mithilfe vieler helfenden Hände den Ton zum Film nicht aktivieren: „Das tut mir jetzt wirklich leid. Wir haben den Film mit Musik untermalt, und meine Frau Helga hat die Szenen nachträglich kommentiert.“ Trotzdem begeisterte der Streifen die vielen Besucher, denn Leo Schroeder kommentierte live das Geschehen auf der Leinwand.

Unter der Leitung des Heimatvereins Wassenberg, in dessen Namen Vorsitzender Walter Bienen die Gäste begrüßte, folgten rund 45 Minuten beste Unterhaltung. Die privaten Aufnahmen des Ehepaars Schroeder zeigten Bilder aus Wassenberg und all seinen Ortsteilen, die den Untertitel „Wassenberg – die Stadt, in der wir leben“ trugen. Dabei standen einige Themen, die seinerzeit aktuell waren, im Mittelpunkt. So war auch der ehemalige britische RAF-Militärflugplatz, der zwar zu Wildenrath gehörte, der aber auch auf die Wassenberger Bevölkerung einen großen Einfluss hatte, ein Thema. Schroeder hatte einige Flugzeuge gefilmt. „Wir können uns ja alle noch erinnern, dass wir mit dem Fluglärm quasi aufgewachsen sind“, sagt er.

Und so bot der Film eine Mischung aus schönen Naturaufnahmen und bekannten Veranstaltungen. Nicht selten erkannte sich so manch einer im Publikum wieder, oder einen Bekannten. Im Jahr 1982 gab es noch das traditionelle Moto-Cross-Event auf dem Heidekurs in der Wassenberger Oberstadt. Die Aufnahmen zeigten, wie beliebt das Ereignis war, denn an Zuschauern hat es nicht gemangelt. Dazu beigetragen hatte, dass die Familie Kremers, die dem Cross-Sport eng verbunden war, als Lokalmatadoren die Besucher begeisterte.

Immer wieder wechselten im Film Volksfeste mit Natur-Aufnahmen, wie zum Beispiel von der Myhler Schweiz oder den Rur-Auen. Nicht fehlen durfte das Fest am Birgelener Hoverberg, das jedes Jahr am Vatertag stattfindet. Eng mit Wassenberg verbunden ist auch der Bergbau der ehemaligen Zeche Sophia-Jacoba. Schroeder zeigte aber auch die Probleme, die durch Bergschäden entstanden waren: „Man sieht überall die Risse in den Mauerwerken, und manche Häuser mussten mit Holzkeilen gesichert werden.“ Im weiteren Verlauf des Films wurden nahezu alle Kirchen im Wassenberger Stadtgebiet gezeigt sowie Schützenaufzüge während der Kirmes in Myhl und Orsbeck. Auch Schloss Elsum und die Ernte des Pfirsichs „Wassenberger Sämling“ kamen zur Geltung.

Trotz des Tonausfalls waren die Besucher begeistert und spendeten nach der Vorführung reichlich Applaus. Eine gute Nachricht hatte zum Abschluss Oliver Hermanns, zweiter Vorsitzender des Heimatvereins: Ab sofort ist der Film mit Ton auf dem neuen You-Tube-Kanal auf der Homepage des Heimatvereins Wassenberg sehen.