Feuerwehr Wassenberg löscht Brand einer Halle an L 117

Feuer in Wassenberg : Kripo ermittelt nach Brand einer Fahrzeughalle

Lichterloh brannte am Donnerstagabend eine Halle im Industriegebiet an der L 117 zwischen Wassenberg und Ratheim. Trotz schnellen Einsatzes der Feuerwehr fielen teure Baumaschinen und Fahrzeuge den Flammen zum Opfer. Die Kripo ermittelt.

Brandermittler der Polizei suchen nach einem nächtlichen Brand am Freitagmorgen nach Spuren, wie das Feuer in einer Lagerhalle an der L 117 im Gewerbepark Lehmkaul entstanden sein könnte. Das Feuer, dessen dunkle Rauchwolken weithin bis nach Wassenberg und Hückelhoven sichtbar waren, hatte am Donnerstagabend die Feuerwehren von Wassenberg, Ratheim und Hückelhoven in Atem gehalten. Im Löscheinsatz waren 134 Kräfte. Den Schaden schätzt die Feuerwehr auf rund 500.000 Euro. Die Polizei zieht einen Sachverständigen hinzu, die Ermittlungen dauern an.

Der Alarm erreichte die Feuerwehr am Donnerstag um 20.28 Uhr. Stadtbrandinspektor Holger Röthling saß mit zwei Kollegen gerade bei einer Dienstbesprechung und fuhr sofort von der Feuerwache zur L 117. „Jemand hat einen Knall gehört“, berichtete der Leiter der Feuerwehr, „ich vermute, da sind Dachfenster aufgeschlagen. Dann hat es schon lichterloh gebrannt.“ Noch bei der Anfahrt – die große schwarze Rauchwolke wies den Weg – erhöhte Röthling die Alarmstufe. Aus Hückelhoven wurde die Drehleiter angefordert, die Wassenberger Drehleiter löschte mit Wenderohren von oben. „Der Brand war so intensiv, dass wir keinen Feuerwehrmann ins Innere schicken konnten“, so Röthling. „Das war viel zu gefährlich.“ Von unten richteten die Feuerwehrleute den Löschstrahl durch geborstene Fenster und ein aufgeschnittenes Rolltor. „Den Bürotrakt haben wir halten können“, berichtete Holger Röthling. In der Halle seien jedoch Baumaschinen und ein in einer Holzkiste noch verpacktes, mit Betonklötzen gesichertes Fahrzeug zu Schaden gekommen.

Da in der Hallenkonstruktion viel PU-Schaum in Flammen stand, führte die Messeinheit des Kreises Heinsberg Messungen in der Luft durch. Kreisbrandmeister Klaus Bodden war vor Ort. Die Bevölkerung wurde mit der Warn-App „Nina“ gegen 21 Uhr vor der schwarzen Rauchwolke gewarnt, etwa 40 Minuten später konnte Entwarnung gegeben werden: keine Gefahrstoffe in der Luft. Die Feuerwehr beendete den Einsatz kurz vor 23 Uhr. Da um 0.43 Uhr noch einmal Qualm gesichtet wurde, rückte die Wassenberger Feuerwehr erneut aus, um ein Glutnest in einem Regal zu löschen. Noch in der Nacht beschlagnahmte die Kriminalpolizei den Brandort, um mit den Ermittlungen zur Ursache des Feuers zu beginnen. Ergebnisse lagen am Freitag noch nicht vor.

Wie der Wassenberger Feuerchef weiter berichtet, musste eine Löscheinheit am Freitag kurz vor 8 Uhr zum wiederholten Mal zum Effelder Waldsee ausrücken, um ein schwelendes Feuer zu löschen. In der Nähe des alten Sportplatzes treffen sich wohl nachts Jugendliche, laut Röthling bis zu 100 Leute, um dort zu lagern und sich im See abzukühlen. Das Wassenberger Ordnungsamt ist im Einsatz.