Sommerfest rund ums Gerätehaus Wassenberger Feuerwehr knüpft wieder Kontakte

Wassenberg · Zum Sommerfest hatte die Löschgruppe Wassenberg geladen. Neben dem Feiergedanken richtete sich der Blick allerdings auch auf eine erfreuliche Entwicklung.

 Löschgruppenführer Michael Rieken (r.) und sein Stellvertreter Marc Niessen luden nach langer Zeit wieder zum Sommerfest ein.

Löschgruppenführer Michael Rieken (r.) und sein Stellvertreter Marc Niessen luden nach langer Zeit wieder zum Sommerfest ein.

Foto: Anke Backhaus

Kinder, die staunen, wie weit die Leiter in den Himmel ragt. Auch die weiteren Fahrzeuge wecken ihr großes Interesse – seit jeher, denn wann sieht man schon mal ein Feuerwehrfahrzeug aus nächster Nähe und darf auch mal einen Blick in den Innenraum werfen? Und dann sind da auch die Erwachsenen, die sich endlich mal wieder sehen nach langer Zeit. Ausgiebige Gespräche sind die Folge. Es sind genau die Szenen, die vor Pandemiebeginn noch so alltäglich schienen und nun für die lange ersehnte Abwechslung sorgen.

Die Löschgruppe Wassenberg hat ihre Tore geöffnet, die Fahrzeuge rausgefahren, den Grill, die Theke, die Cocktailbar sowie Tische und Bänke aufgebaut. Mal wieder Zeit für das Sommerfest. Mittendrin sind Löschgruppenführer Michael Rieken und sein Stellvertreter Marc Niessen. Mindestens drei Jahre ist es her, dass sie so viele Gäste rund um ihr Gerätehaus hinter dem Wassenberger Rathaus an der Roermonder Straße begrüßen durften. „Wir sind stolz, dass die Leute wiedergekommen sind“, merkte Rieken beim Blick auf die Menschen an. Er weiß nur zu gut, wie viel die Pandemie mit den Menschen gemacht hat, gerade auch die Feuerwehr musste von jetzt auf gleich in einen nie gekannten Modus wechseln. „Erst seit kurzer Zeit sind ja erst wieder normale Übungsabende möglich“, sagt er.

Wie wichtig überhaupt die Öffentlichkeitsarbeit für Hilfsorganisationen wie Feuerwehren ist, hat auch Michael Rieken festgestellt. „Auch hier gibt es viele Zugezogene aus großen Städten. Vielfach wundern sie sich, dass wir eine Freiwillige Feuerwehr sind. Da bekommen wir auch mal Fragen wie ,Wie? Ihr verdient damit nicht euer Geld?‘ zu hören.“ Der Brandinspektor ist über eine Tatsache allerdings äußerst froh: „In letzter Zeit hat sich gezeigt: Auch Quereinsteiger, die etwa im Alter zwischen 30 und 40 Jahren sind, kommen zu uns, wollen mitmachen. Das ist eine sehr gute Entwicklung neben den rund 80 Prozent, die aus der Jugendfeuerwehr in den aktiven Dienst übernommen werden. Uns freut das.“

Auch die Kameraden der weiteren Wassenberger Löschgruppen nahmen die Chance wahr, sich mal wieder in geselliger Runde zu treffen. Matthias Jennissen, der Löschgruppenführer aus Effeld, beispielsweise lud schon mal zur ersten Auflage der Effelder Sommerwiesn ein, die die Effelder Löschgruppe am 6. August ab 15 Uhr an ihrem Gerätehaus am Kastellweg feiern wollen. Nebenan holte Markus Schlösser, stellvertretender Löschgruppenführer aus Birgelen, Getränkenachschub. „Das sind endlich wieder gewohnte und schöne Bilder. Es ist klasse, wieder in der Gemeinschaft zu sein“, sagte er zufrieden. Selbst Kameraden aus Erkelenz und Wegberg mischten sich in Wassenberg unters Volk.

Bei allem Feiern erinnerte Michael Rieken auch wieder an den Job der Feuerwehr. „Die Drehleiter ist natürlich so positioniert, dass wir sofort ungehindert und sicher ausrücken können.“