Feuerwehr Wassenberg Verdiente Feuerwehrleute geehrt

Wassenberg · Ob zehn, 25, 35 oder mehr Jahre – jedes Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr in Wassenberg ist wichtig. Warum auch das Land NRW dieses Ehrenamt herausstellt.

 In ihren dunkelblauen Ausgehuniformen nahmen die Feuerwehrleute aus Wassenberg jetzt ihre Auszeichnungen entgegen.

In ihren dunkelblauen Ausgehuniformen nahmen die Feuerwehrleute aus Wassenberg jetzt ihre Auszeichnungen entgegen.

Foto: Ruth Klapproth

Die dunkelblauen Ausgehuniformen glänzten und langsam fanden sich die Feuerwehrkameraden mit ihren Begleitungen im Ratssaal des Rathauses der Stadt Wassenberg ein. Wie in jedem Jahr im November ehrten die Stadt Wassenberg und das Land NRW ihre ehrenamtlichen Feuerwehrleute für ihre langjährigen ehrenamtlichen Mitgliedschaften.

Unter dem Stadtwappen, dem Löwen vor der Torburg, rief der Wassenberger Bürgermeister Marcel Maurer zunächst die Jubilare für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft auf. Er, der Kreisbrandmeister Klaus Bodden, der Wassenberger Wehrleiter Holger Röthling und sein Stellvertreter Thomas Mandrossa überreichten den beiden Unterbrandmeistern Simon Stumpf und Marc Röthling aus der Löschgruppe Wassenberg sowie dem Hauptbrandmeister Michael Himmels aus der Löschgruppe Myhl das Feuerwehrehrenabzeichen in Silber. Holger Röthling steckte seinen Kameraden feierlich die Ehrenorden an die Uniform. Der Bürgermeister zeigte sich stolz und dankbar, dass die Feuerwehr des Wassenberger Stadtgebietes in einem guten Zustand sei, wie eine Inspektion durch Kreisbrandmeister Klaus Bodden, jüngst bewies. Marcel Maurer versprach, dass die Stadt in Zukunft nicht an der Freiwilligen Feuerwehr sparen werde. Er sei dankbar für das Engagement der Feuerwehrleute, die jeden Tag und jede Stunde, ob Arbeit oder Freizeit, zur Stelle stehen, wenn Mensch oder Tier Hilfe benötigen.

Die Feuerwehrehrenabzeichen für die 35-jährige aktive Mitgliedschaft vergab das Gespann an Hauptbrandmeister Carsten Lehnen und Hauptfeuerwehrmann Sascha Küppers, die beide 1988 ihr ehrenamtliches Engagement in der Jugendfeuerwehr begannen und der Effelder Löschgruppe angehören.

Bei der diesjährigen Ehrung stand jedoch ein Kamerad besonders in der Mitte der Wehrleute. Nachdem der Bürgermeister und der Kreisbrandmeister alle anderen Jubilare nach vorne aufriefen, verlagerten sie die Ehrung nun an den Platz von Gerd Bürsgens, Dienstgrad Oberfeuerwehrmann, aus der Löschgruppe Orsbeck. „Nun kommen wir zu einer ganz besonderen Ehrung“, leitete Bodden feierlich ein und führte aus: „Der Kamerad ist seit mittlerweile 60 Jahren in der Feuerwehr und das verdient nicht nur höchstes Lob, sondern auch größten Respekt.“ Kreisbrandmeister Klaus Bodden ehrte den Jubilar mit einer Sonderauszeichnung des Verbandes der Feuerwehren des Landes NRW in Gold. Bodden scherzte außerdem: „Solange ist so manch einer nicht mit seiner Frau verheiratet, aber du mit der Feuerwehr“, richtete Bodden sein Wort an den Feuerwehrmann, der sich noch immer als Vorsitzendender der Ehrenabteilung Orsbeck engagiert. Mit seiner Volljährigkeit trat der heute 79-Jährige der Orsbecker Löschgruppe bei. Damals gab es noch keine Jugendfeuerwehr. Wo heute um Freiwilliges Ehrenamt gekämpft wird, war es früher üblich, sich in seinem Ort für die Gemeinschaft einzusetzen: „Das war einfach so, dass man in die Feuerwehr eingetreten ist“, sagt Bürsgens. Zeit seines Lebens ist er engagierter Ehrenamtler und besonders die Kameradschaft in der Feuerwehr weiß er bis heute zu schätzen. An die Einsätze in seiner Nachbarschaft kann sich der ehemalige Geschäftsinhaber eines Zweirad- und Rasenmähergeschäftes im Dorf noch erinnern, als wäre es gestern gewesen. Seine 17-jährige Enkelin begleitete Gerd Bürsgens zu seiner Ehrung.

Klaus Bodden ehrte darüber hinaus auch die zehnjährigen Mitgliedschaften der Kameraden Sven Prömper und Tim Windheuser aus der Löschgruppe Myhl. Darüber hinaus ehrte er Stefan Schlösser aus der Löschgruppe Birgelen und Alexander Terlinden aus der Löschgruppe Orsbeck in Abwesenheit. Die Freunde und Kameraden gratulierten sich untereinander, scherzten, tauschten sich aus und ließen den Freitagabend noch gemeinschaftlich ausklingen.

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