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Diskussion um Windkraftanlagen in Wassenberg

Diskussion in Wassenberg : Werden Windräder noch höher?

Anträge auf vier Windkraftanlagen im Birgelener Wald hat der Investor zurückgezogen. Im Herbst will er neue vorlegen. Von 240 Meter Höhe ist die Rede.

Die Bürgerinitiative „Retter den Birgeler Wald/Nein zu Windrädern“ verbreitete jetzt auf „Facebook“ die Nachricht, es seien andere, noch höhere Windräder im Birgelener Wald geplant. Bislang lagen dem Kreis als Genehmigungsbehörde Anträge auf vier 200 Meter hohe Anlagen vor, jetzt sollten es sogar vier 240 Meter hohe Anlagen werden, hieß es.

Auf Redaktionsanfrage beim Kreis bestätigte Pressesprecherin Jennifer Grünter, dass der Antragsteller seine bisherigen Anträge zurückgezogen habe. Er wolle im Herbst ein völlig neues Antragspaket vorlegen. In einem Vorgespräch beim Kreis sei die Höhe 240 Meter zwar im Gespräch gewesen, der Antragsteller habe sich aber nicht auf konkrete Angaben festgelegt.

Bei Anlagen der in Rede stehenden Höhe müssen Anträge ein Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz durchlaufen, das auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit mit umfasst. Das hatte die Kreis im Januar erläutert. Gefordert wäre auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Einwände der Kritiker würden also zum Zuge kommen. Wie Melanie Deibel, Sprecherin der Bürgerinitiative, auf Facebook schreibt, wollen die Kritiker weiter gegen die Windräder im Wald kämpfen, erwägen notfalls sogar Klagen.

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Ende 2017 war die Flächennutzungsplanänderung der Stadt Wassenberg rechtskräftig geworden, die eine Konzentrationsfläche für Windenergieanlagen im Birgelener Wald festsetzt. Ziel der Stadt war es, damit einen Wildwuchs von übers Stadtgebiet verstreuten Windrädern zu vermeiden. Drei schon beantragte Anlagen bei der Ortslage Ohe waren damit abzulehnen. Die Wahl der Fläche im Wald, die rechtlich zulässig ist, weil kein Naturschutzgebiet betroffen ist, stieß bekanntlich auf kontroverse Diskussionen im Stadtrat und heftige Ablehnung vieler Bürger. Die konkreten Antragsverfahren laufen nun über den Kreis als Untere Landschaftsbehörde.