Wassenberg: Die Räuber trotzen Fußball-Krimi

Wassenberg : Die Räuber trotzen Fußball-Krimi

Die Kölner Band sorgte für Riesenstimmung in der Birgelener Halle. Anlass des Konzerts war das Jubiläum des Trommler- und Pfeiferkorps. Klassiker und neue Songs ließen das Publikum mitsingen.

Das Publikum im Saal schunkelt und singt lauthals mit beim Räuber-Walzer "Wunderbar" - so könnte man auch ohne Zweifel diesen Abend ganz einfach zusammenfassen, denn es war für alle Besucher in der gut gefüllten Mehrzweckhalle der Grundschule einfach ein wunderschöner Abend: Bestens aufgelegte "Räuber" feierten mit den Besuchern zu all ihren vor allem aus dem Karneval bestens bekannten Hits und Evergreens. Und dazu gehört natürlich ohne Zweifel auch das "Trömmelche" - hier startete sogar eine Polonaise durch den Saal.

"Es ist ein toller Abend", freute sich auch Peter Weyermanns, Geschäftsführer des Trommler- und Pfeiferkorps Birgelen als Organisator. "Die Stimmung ist einfach herrlich." Auch neue Songs der Kölner Musiker kamen bestens an: "Dat es Heimat" zur Melodie von Rod Stewarts Klassiker "I am Sailing" könnte sogar eine neue kölsche Nationalhymne werden. Hier schwenkten alle ihre Hände zur Musik. Auch Bürgermeister Manfred Winkens feierte begeistert mit.

Richtig verwöhnt worden sind die Räuber schon bei ihrer Ankunft: "Das ist eine großartige Betreuung hier", freute sich Frontmann Karl-Heinz Brand, "es gab großartigen Sauerbraten vom Metzger aus dem Dorf, das ist absolut erste Sahne."

An diesem Abend ging der Blick von der Bühne aber auch immer wieder auf das eine oder andere Handy: Denn das Konzert fand ja parallel zum DFB-Pokalfinale statt. "Ich hätte auch gerne Fußball geguckt", gab Karl-Heinz Brand dann ehrlich zu, "aber so ist es halt, und ganz so schlimm ist es ja auch nicht, denn unser FC spielt ja nicht." So gaben die Musiker auf der Bühne Vollgas und das ganz ohne Ball. Nur das Endergebnis - der Sieg der Bayern - sprach sich dann blitzschnell herum. Da war in Birgelen aber noch längst nicht Schluss.

Zum großen Finale erklangen dann Hits aus der "Räuber-Jugendzeit" von den US-Rockklassikern Creedence Clearwater Revival (CCR) und den Stones. "Auf ganz besonderen Wunsch von Peter Weyermanns", betonte Karl-Heinz Brand, bevor sich die Räuber nach rund zwei Stunden Konzert mit "Maat et Joot" verabschiedeten.

Danach hatten sie aber noch ausgiebig Zeit für die Fans, schrieben Autogramme und lächelten in unzählige Kameras. "Räuber zum Anfassen" kommentierte da ein Fan lachend. Anschließend ging es für die Musiker aber "brav" nach Hause: "Früher wären wir vielleicht noch mit ein paar Bekannten durch die Kneipen gezogen, aber das machen wir nicht mehr", sagte Brand.

Zum ersten Mal fand in der Birgelener Mehrzweckhalle ein Konzert in dieser Größe statt - und das hat sich bewährt. Die Organisatoren beim Trommlerkorps Birgelen denken daher auch schon über eine Neuauflage nach.

(mp-)
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