Wassenberg: Die JuZe-Wiedereröffnung ist in Sicht

Wassenberg : Die JuZe-Wiedereröffnung ist in Sicht

Mitte Juni soll das Städtische Jugendzentrum Wassenberg im renovierten Gebäude wieder seine Tore öffnen. Eine neue Fachkraft und der nach Krankheit wieder aktive Zentrumsleiter sollen das Konzept überarbeiten.

Seit Jahresbeginn ist das Städtische Jugendzentrum JuZe in Wassenberg bekanntlich - vorübergehend - geschlossen. Die Langzeiterkrankung des Leiters als einziger sozialpädagogischer Vollzeit-Fachkraft im JuZe hatte die Stadt zu diesem Schritt (nach Rücksprache mit dem Kreisjugendamt) bewogen. Dies hatte für einigen Unmut bei ehrenamtlichen Teamern und Besuchern des Jugendzentrums gesorgt, die sogar eine Online-Petition organisiert hatten.

Jetzt ist Licht am Ende des Tunnels in Sicht. "Am 16. Juni wird das JuZe wieder geöffnet", bestätigte Kreis-Jugendpflegerin Brigitte Hocks. Eine Sozialpädagogin werde am 1. Juni eine zunächst auf ein Jahr befristete Vollzeit-Stelle im JuZe antreten. Außerdem sei der bisherige Leiter Patrick Geiser seit kurzem mit 20 Stunden wöchentlich im Rahmen einer Wiedereingliederungsmaßnahme wieder im JuZe aktiv.

In der jüngsten Ratssitzung hatte Bürgermeister Manfred Winkens im Rahmen der neuen Bürgerfragestunde über Vorgeschichte und aktuellen Stand in Sachen Jugendarbeit berichtet. Er blickte auf die Bemühung der Stadt zurück, eine Krankheitsvertretung für Geiser zu finden. Auf die Stellenausschreibung habe sich eine Sozialpädagogin gemeldet, die dann aber die ebenfalls ausgeschriebene Jugendleiterstelle im Ev. Jugendzentrum Campanushaus bevorzugt habe, die ihr mehr Planungssicherheit bot.

"Eine Entscheidung, die ich durchaus nachvollziehen kann", sagte Winkens. Im weiteren Verlauf habe man dann nach Rücksprache mit dem Kreisjugendamt eine zunächst auf ein Jahr befristete Vollzeitstelle ausgeschrieben. Eine passende Bewerberin aus Birgelen sei gefunden worden. Und aus dem Rathaus war jetzt zu erfahren, dass die Vertragsunterzeichnung kurz bevorstehe.

Birgitte Hocks bestätigte auch die Ausführungen von Bürgermeister Winkens im Stadtrat, dass das Konzept für die Arbeit des Jugendzentrums überarbeitet werden soll. Geiser sei bereits damit beauftragt, und seine neue Kollegin werde mit einbezogen. In diesem Zusammenhang gehen die Überlegungen von Stadt und Kreisjugendamt über die Arbeit im JuZe hinaus. Denn intensiviert werden soll die mobile Jugendarbeit in den Außenorten, die das Juze bislang nicht in dem Maße erreichte, wie es sich Stadt und Kreisjugendamt vorstellen.

Auch hier seien von beiden Jugendzentren der Stadt Konzepte erwünscht, sagte Hocks. Mittelfristig plant nämlich der Kreis - vorbehaltlich einer Entscheidung im Kreis-Jugendhilfeausschuss - die Aufstockung der Stellen für die offene Jugendarbeit in Wassenberg um eine halbe Stelle für eben diese mobile Arbeit. Damit ist freilich noch nicht entschieden, welchem Träger die Stelle letztlich zugesprochen werden wird.

Bürgermeister Winkens sieht die bevorstehende Wiedereröffnung - mit der Instandsetzungsarbeiten im Inneren und Äußeren des JuZe verbunden sein werden - als richtigen Zeitpunkt, "einen Schnitt zu machen". Und er nahm die Politiker in die Pflicht - unter demonstrativer Zustimmung des Fachausschuss-Vorsitzenden Markus Schnorrenberg. "Wir müssen als Rat mehr als unsere Kontrollfunktion Kontrollfunkton wahrnehmen und uns um die Jugendarbeit kümmern." Das sei bislang zu wenig geschehen. - Man darf gespannt sein.

(RP)
Mehr von RP ONLINE