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Ausstellung im Johanniter Stift Wassenberg: Sandra Kinnewig und Eva Schonheuer 2018

Johanniter Stift Wassenberg : Momente, die die Seele der Künstlerinnen berühren

Sandra Kinnewig und Eva Schonheuer zeigen in ihrer ersten Ausstellung ihre persönlichen Momente als Pastellbilder.

Es sind die Momente, die die Seele bewegen, welche die Künstlerinnen Sandra Kinnewig und Eva Schonheuer in ihren Bildern festhalten. Augenblicke des Glücks und der inneren Freude. Bei jedem Blick auf das Bild erinnern sie sich an die wunderschönen Momente, die sie tief bewegen. „Wo die Seele Wurzeln schlägt“ ist der Titel ihrer ersten Ausstellung, und er ist prägend für den Ausdruck ihrer Bilder. 31 Pastellbilder hängen in den Räumen des Johanniter-Stiftes in Wassenberg, von jeder Künstlerin 15 bzw. 16 Arbeiten.

Doch nicht nur für die beiden Künstlerinnen selbst sind die gemalten Interpretationen der Augenblicke eine Möglichkeit der Ruhe und Besinnung, auch für fremde Betrachter können sich Erlebniswelten eröffnen.

Das Kind am Meer, der Blick zum Leuchtturm oder das Wellenrauschen lösen Assoziationen von Ruhe und Frieden aus, von einer Welt, die in Ordnung ist. Es sind auch sehr persönliche Momente, die die beiden Künstlerinnen zeigen. Etwa die Tochter mit ihrem geliebten Pferd, das alles für sie bedeutet, oder die mediterrane Stadtansicht für die Mutter, die selbst nicht mehr reisen kann. Winterlandschaften in friedlicher Stille transportieren solche Momentaufnahmen ebenso wie die farbenprächtige Wald- und Seenlandschaften in Kanada.

„Man sieht etwas und versucht es umzusetzen“, umreißt Sandra Kinnewig ihr Schaffen, „ganz gleich, ob es eine Farbstimmung oder ein Gesamtbild ist.“ Bei Spaziergängen oder auf Reisen lassen sich beide inspirieren und versuchen dann, Stimmungen und Emotionen auf dem Papier festzuhalten.

Die gewählte Technik von Sandra Kinnewig und Eva Schonheuer ist die Pastellkreide. Sie gibt die Möglichkeit, sanfte Farbübergänge zu schaffen und Farben ins Nichts auslaufen zu lassen. Durch Wischen und Verwischen – meist mit den Fingern – entstehen interessante Vermischungen der Farbpigmente und der spezielle, zarte Ausdruck dieser Bilder. Nach Fertigstellung muss das entstandene Werk fixiert werden und wird hinter Glas gezeigt, um eine weitere Bearbeitung durch Fremdeinwirkung zu vermeiden. Draußen in der Natur zu malen, bietet sich daher nicht an, erklärt Eva Schonheuer, „es ist eine Technik für drinnen, mit Kreide ist es schwierig, unterwegs zu malen“. Zusätzlich zu technischen Gegebenheiten stellen die ständig wechselnden Lichtverhältnisse in der Natur eine große Herausforderung dar.

Als Inspiration dienen den Beiden Fotos schöner Momente, eingefangene Naturstimmungen oder Erinnerungen. Doch die Fotos dienen lediglich als Orientierung. „Es wird sowieso anders, Hauptsache man trifft den Kern“, erklärt Eva Schonheuer. Mit gegenständlicher Malweise und durch Interpretation zeigen sie ihre Betrachtungsweise der Momente.

Beide Frauen leben in Wassenberg und tauschen sich regelmäßig beim Künstlerstammtisch mit anderen regionalen Künstlern aus.