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Alpenglühen in der Myhler Schweiz

Prunksitzung der Sankhasen Myhl : Alpenglühen der Myhler Schweiz in der jecken Hasenhalle

Bei der ausverkauften Prunksitzung der Sankhasen sorgten eigene Kräfte und auswärtige Künstler für echte Bayern-Stimmung. Kinderprinzessin Julia feierte mit.

Ein bajuwarischer Hauch umwehte die festlich geschmückte Hasenhalle. „Alpenglühen in der Myhler Schweiz“ lautete das bezeichnende Motto der ausverkauften Prunksitzung der Myhler Sankhasen. Sitzungspräsident David Specks und Co-Moderatorin Carmen Gruner (im türkisfarbenen Dirndlkleid) führten durch das bunte Programm, das von eigenen Kräften und „eingekauften“ Profis bestritten wurde.

Kinderprinzesschen Julia Böttcher in Begleitung der jungen Hofdamen Vivian Vaßen und Marie Frick, Erik Braun in der Rolle der beliebten Traditionsfigur Sankhase, Marketenderinnen, Elferräte, Garden und Mitglieder der Showtanzgruppe „Wild Girlies“ zogen durch den abgedunkelten Narrentempel auf die Bühne.

Hier wagte sich Anne Kronen als Eisbrecherin vor. Die Myhler Büttenrednerin gab unmissverständlich zu, vom Karneval die Nase voll zu haben – teures Feiern, häufige Kopfschmerzen, wunde Füße und eine strapazierte Leber machten ihr angeblich keinen Spaß mehr. Bis sie sich zum Schluss doch wieder umstimmen ließ.

Als Gaukler, Komiker und Komödiant ließ sich Christoph Engels ankündigen. Der Künstler, der für den erkrankten Comedian Philipp Dammer kurzfristig eingesprungen war, sauste auf seinem Einrad durch die Mehrzweckhalle, ließ das Myhler Publikum bei seinen Akrobatik-Einlagen staunen. Als Duo traten die feschen Tanzmariechen Annika Braun und Sophia Konkel auf. Als Putzfrauen entging Verena Karaskiwiecz und Madeline Wallrafen kein noch so kleiner Vorfall im Ort. Rentner aus Leidenschaft: Willi und Ernst alias Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum sorgten mit ihren urkomischen Schilderungen ebenfalls für viel Gelächter.

Zu Rex Gildos Hit „Fiesta Mexicana“ erschien das Duo „Partykracher“, um blitzschnell und passend zum jeweiligen Lied die Kostüme zu wechseln - von Mexikanern zu Indianer und Cowboys, dann schließlich Schlagersänger Wolfgang Petry. Musik lieferten auch die „Kellerjunges“ aus Gangelt sowie die „Kölsche Adler“ aus der Domstadt.

Jetzt freuen sich die Myhler Jecken auf ihren Rosenmontagszug, der am 24. Februar um 11.11 Uhr wie in den Vorjahren am Kreisverkehr im Oberdorf startet. Der Zug wird aufgeteilt in Fußgruppen und musizierende Gruppen im vorderen Teil und Wagen mit Musikanlagen im hinteren Teil des närrischen Lindwurms. Auf diese Weise soll ein eher traditionellerer Zugbereich mit musikalischer Unterstützung der musizierenden Vereine geschaffen werden, indem diese eben nicht durch die Anlagen der Wagen übertönt werden.

Zu laut soll es in jedem Fall nicht werden. Der Verein weist darauf hin, dass der maximale Geräuschpegel von 90dBA nicht überschritten werden darf.