Wassenberg: Adventlicher Pilgerweg mit Kinderbildern

Wassenberg: Adventlicher Pilgerweg mit Kinderbildern

Der in diesem Jahr eröffnete Pilgerweg in St. Marien Wassenberg soll zweimal jährlich ein wechselndes Thema erhalten. Die Menschen in der Stadt werden in die Gestaltung einbezogen. Jetzt haben Kinder die Weihnachtsgeschichte gemalt.

"Ich brauche Licht", sagt Pfarrer Thomas Wieners. Im Dunkeln wird ihm eine Lampe gereicht. "Ah, ein Stern", erkennt er jetzt. Wieners geht den kleinen Pilgerweg rund um die Kirche St. Mariä Himmelfahrt in der Wassenberger Oberstadt entlang. In der Adventszeit zieren 24 Stelen den kurzen Pilgerweg, auf denen von Kindern gemalte Bilder die Weihnachtsgeschichte zeigen.

Der Pilgerweg ist im Dezember ein adventlicher Pilgerweg. Zusätzlich ist die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium abgedruckt und in den Schaukästen der feststehenden Stelen zu lesen, auch denen des großen Pilgerwegs. In einer Andacht am Abend hat Wieners den adventlichen Pilgerweg eröffnet. "Ich finde das eine gute Idee", sagt Pfarrer Wieners, nachdem er den Pilgerweg entlang gegangen ist. Es sei ein Kontrastprogramm zum sonstigen adventlichen Rummel. "Einige Bilder sind mir auch zu Herzen gegangen."

Die Bilder haben Kinder aus der ganzen Stadt gemalt. Die Kindergärten, Grundschulen, Malteser, Pfadfinder und Messdiener haben sich beteiligt. Über 100 Kinder haben für die Aktion der Organisationsgruppe des Pilgerwegs Bilder gemalt. Viele der Bilder sind an den Stelen befestigt worden. Weil der Platz auf den Stelen nicht ausreichte, hängen auch einige Bilder in der Kirche. Die Kinder setzten sich für die Aktion kreativ mit der Weihnachtsgeschichte auseinander. Auf den Bildern sind der Stern über Bethlehem, Hirten, die Krippe, Maria und Josef oder das Jesuskind in der Krippe gemalt. Die Kinder haben jede einzelne Figur der Weihnachtsgeschichte aufgegriffen. Auf dem Pilgerweg gibt es somit viel zu entdecken.

"Segne diese Stelen, segne alle Menschen, die sie anschauen, und segne alle, die sich auf den Weg machen", sagte Pfarrer Wieners, als er die Stelen zum Abschluss der kurzen Andacht segnete. Gemeindereferentin Eva Jessen hatte zuvor erklärt, warum der Adventspilgerweg eine besondere Möglichkeit sei, sich in der Adventszeit zu besinnen, die eine Zeit des Wartens sein soll. "Wie wäre es, wenn wir uns wie Maria und Josef auf den Weg machen", fragte Jessen. Denn Maria und Josef hätten sich wegen einer Volkszählung auf eine Reise begeben. Dabei hätten sie nicht gewusst, was sie erwarten würde. "Sie begaben sich auf etwas Neues."

Mit dem adventlichen Pilgerweg ist auch Bärbel Windelen zufrieden. Die Gemeindesozialarbeiterin der Caritas leitet das Planungsteam des Pilgerwegs. "Wir beziehen die Menschen vor Ort mit ein", sagt Windelen. Diesmal sind es die Kinder gewesen. Ziel sei es, den Pilgerweg interessant zu halten. Und der Adventsbezug ist keine Ausnahme. Zweimal im Jahr soll das Thema des Pilgerwegs, der in diesem Jahr eröffnet wurde, wechseln.

(anek)