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Zwei neue Wanderrouten im Kreis Viersen

Zwei neue Wanderwege : Von Waldniel nach Amern wandern

In Schwalmtal gibt es ab sofort zwei neue Wanderwege. Die insgesamt knapp 20 Kilometer langen Routen führen von Amern, zu Borner- und Hariksee über Linde – entweder zurück nach Amern oder über Hagen nach Waldniel

Trotz brütender Hitze fanden sich am Samstag fast 30 Personen an der Heimatstube ein. Der Heimatverein, die Verwaltung und Bürgermeister Michael Pesch (CDU) hatten dazu eingeladen, die neuen Wanderrouten Schwalmtalweg 1 und Schwalmtalweg 2 erstmalig gemeinsam zu spazieren.

 Bürgermeister Michael Pesch (3.v.l.) im Gespräch mit Paul Lenzen (Grüne) zu touristisch wirksamen Ideen.
Bürgermeister Michael Pesch (3.v.l.) im Gespräch mit Paul Lenzen (Grüne) zu touristisch wirksamen Ideen. Foto: Birgit Sroka

„Wir wurden von der Verwaltung gefragt, ob wir für die Planung der Wanderwege Vorschläge machen können. Also haben wir fünf Wege als Vorschläge ausgearbeitet, die eine Verbindung von Waldniel nach Amern beinhalten“, erzählte Franz Pauen vom Wanderverein Hehler. Die beiden miteinander verbundenen Wanderrundwege wurden vom Verein Niederrhein ausgeschildert und sind jetzt zu bewandern. Ziel war die Verbindung der beiden Schwalmtaler Ortsteile mit der Möglichkeit einer Einkehr entlang der Strecke. Da hat Schwalmtal einiges zu bieten.

Die Wanderroute besteht aus dem Schwalmtalweg 1 mit etwa 10,3 Kilometern und dem Schwalmtalweg 2 mit zirka 8,7 Kilometern. Ersterer verbindet Amern entlang des Kranenbachs mit dem Wanderweg am Borner See. Der Schwalm folgend gelangt man zum Hariksee und über Linde zurück nach Amern. Optional kann vom Hariksee aus über Hagen der zweite Teil der Wanderroute nach Waldniel angefügt werden. Parallel der B52 geht es Richtung Nordtangente, Schomm, Ungerath und Cleeracker zum Waldnieler Marktplatz und über Rüsgen und Schier Richtung Amern. Natürlich kann entlang der Rundtour an jeder Stelle gestartet werden und die Strecke auch beliebig abgekürzt werden.

 Die Route führte die Gruppe entlang des Kranenbachs in Richtung Ungerath.
Die Route führte die Gruppe entlang des Kranenbachs in Richtung Ungerath. Foto: Birgit Sroka
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So machten es hitzebedingt die Wanderer bei der Einweihung der Route. Sie waren an der Heimatstube gestartet. Knapp vier Kilometer spazierten die Teilnehmer über den Marktplatz, am Ehrendenkmal vorbei zum Kranenbach. Unter Bäumen nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit auf ein Gespräch mit dem Bürgermeister. Diskutiert wurde die Trockenheit und der geringe Wasserstand des Kranenbachs sowie die Notwendigkeit, dass Bürger oder die Feuerwehr bei der Bewässerung der Bäume helfen müssen, um Schäden zu vermeiden. „Die Bäume leiden jetzt schon sehr“, betonte Paul Lentzen, Mitglied der Grünen.

Während der Wanderung wechselten die Eindrücke. Der heiße Asphalt im Ort stand im Kontrast zur angenehmen Luft beispielsweise in der Allee im Cleeracker. Von Ungerath aus könnte man auch weiter Richtung Schomm und Lüttelforst wandern. In den Gesprächen wurde deutlich, dass immer mehr auch für einen stärkeren Tourismus getan werden soll. Die Region hat schöne Ausflugsziele zu bieten, und immer mehr Menschen beispielsweise aus dem Ruhrgebiet scheinen Erholungsziele in näherer Umgebung zu erkunden. So ist auch die Anknüpfung am Heidweiher mit der Wanderroute „Wandervolle Wasserwelten“ des Naturparks Schwalm-Nette möglich.

Auf dem gesamten Streckenverlauf finden Besucher von außerhalb zahlreiche Parkplätze, zeitlich unbegrenzt und kostenfrei; ob man nun den Parkplatz am Kaiserpark oder die Stellplätze entlang der Bahnstraße in Amern nutzt, die sich anschließenden Wandermöglichkeiten bieten Abwechslung und Entspannung.

Die Wanderung lädt auch ein, die Sehenswürdigkeiten der Gemeinde kennenzulernen, ein Besuch in St. Michael bietet sich an und die Besichtigung der Heimatstube. Dort erhielten die Wanderer dann ein kühles Getränk und konnten sich abschließend über die Schätze in der Heimatstube informieren.