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Zuschüsse für Brauchtumsvereine im Kreis Viersen - bis zu 15.000 Euro sind möglich

Brauchtum im Kreis Viersen : Zuschüsse für Brauchtumsvereine

Viele Vereine leiden unter den coronabedingten Veranstaltungsabsagen. Wem Erlöse aus Veranstaltungen fehlen, kann bis zu 15.000 Euro erhalten. Ab Mitte Juli können Anträge gestellt werden.

Verantwortliche für Sommerbrauchtum, Winterbrauchtum und Nachbarschaftsvereine können aufatmen: Das Land NRW unterstützt Brauchtum und Vereine mit einem 28 Millionen Euro schweren Hilfsprogramm. Das kündigte der Brüggener Landtagsabgeordnete Dietmar Brockes (FDP) am Freitag an. Wegen der Corona-Pandemie sind Großveranstaltungen noch bis Ende August untersagt; zahlreiche Schützenfeste mussten abgesagt werden – aber beispielsweise auch Sommerfeste von Karnevalsvereinen, die der Finanzierung des Winterbrauchtums dienen sollten.

„Die Fördersumme ist ein Batzen Geld“, sagt Wolfgang Genenger. Der Viersener repräsentiert als Stellvertretender Bundesschützenmeister eine Viertelmillion Schützen. Bis zu 15.000 Euro kann jeder Verein ab 15. Juli abrufen. „Es ist eine gute Sache, dass den Vereinen geholfen wird“, sagt Genenger. „Bereits im März war klar, dass die Feste abgesagt werden müssten.“ Im Bereich von Werbemaßnahmen seien vielen Vereinen bis dahin aber bereits Kosten entstanden, einige seien zu dem Zeitpunkt bereits Verträge mit Musikkapellen eingegangen. „Viele Vereine haben Absprachen mit Zeltverleihern getroffen. Die haben in diesem Jahr fast gar nichts mehr verdienen können.“

 „Viele Vereine haben schon nachgefragt“, sagt Dietmar Brockes (FDP).
„Viele Vereine haben schon nachgefragt“, sagt Dietmar Brockes (FDP). Foto: Martin Röse
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 Der FDP-Landtagsabgeordnete Brockes freut sich, dass die Vereine nun die zugesagte Unterstützung erhalten: „Viele Vereine und Gesellschaften im Kreis Viersen haben schon nachgefragt“, berichtet er. „Sie brauchen dringend Hilfe, damit sie die Krise überstehen und auch in Zukunft für den Zusammenhalt und die Gemeinschaft eintreten können.“ Nähere Informationen zum Sonderprogramm „Heimat, Tradition und Brauchtum“ sollen von kommender Woche an auf dem NRW-Portal abgerufen werden können.

Ab 15. Juli können konkret die ersten Anträge auf Hilfen gestellt werden. Brockes: „Wir Freien Demokraten haben angekündigt, das Brauchtum in Nordrhein-Westfalen während der Durststrecke der Corona-Pandemie nicht im Regen stehen zu lassen. Wir halten Wort.“Vereine, denen coronabedingt Erlöse aus Veranstaltungen, Eintrittsgeldern oder Vermietung fehlen und die durch die laufenden Kosten in ihrer Existenz gefährdet sind, können den einmaligen Zuschuss beantragen.