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Viersen: Zepterübergabe im Viersener Finanzamt

Viersen : Zepterübergabe im Viersener Finanzamt

Das Viersener Finanzamt hat mit Berthold Stentenbach einen neuen Amtsleiter. Er wurde gestern als Regierungsdirektor begrüßt.

Das Viersener Finanzamt steht seit gestern unter neuer Führung - oder besser gesagt, hat einen neuen Mannschaftskapitän. Denn Dr. Berthold Stentenbach (52), der gestern offiziell als Regierungsdirektor des Viersener Finanzamtes begrüßt wurde, sagte in seiner Antrittsrede: "Ich verstehe die Tätigkeit im Finanzamt als Mannschaftssport."

Zugleich verwies er auf die vielen Zuständigkeitsbereiche des Finanzamts, denn die umfassen neben Viersen auch die Stadt Willich und die Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal. "Das Team steht für mich im Vordergrund, jeder hat seine Position und es kommt darauf an, jeden Einzelnen mitzunehmen", beschreibt er seine Funktion als Amtsleiter. Schließlich trage die Arbeit jedes Einzelnen zum Mannschaftserfolg bei. Und so tauchen auch die Begriffe "wir" und "gemeinsam" immer wieder in der Antrittsrede Stentenbachs auf.

Der Jurist löst Ricarda Oymann ab, die das Finanzamt seit neun Jahren leitete und jetzt in den Ruhestand geht. Der Abschied falle ihr nicht schwer, sagt Oymann, die in Leuth lebt, denn: "Alles was neu ist, reizt mich." Sie wolle nun viel verreisen und sich verstärkt ihren Hobbys widmen. "Ich habe auf einen Schlag zwei Romane gelesen. Aktivitäten, für die Berthold Stentenbach künftig wohl weniger Zeit haben wird. Er trägt nun die Verantwortung für 225 Beschäftigte und 21 Auszubildende. 177 053 sogenannte Steuerbürger und rund 19 500 Gewerbebetriebe umfasst der Finanzamtsbezirk Viersen. Das Steueraufkommen im Jahr 2013 lag bei knapp 739 Millionen Euro.

Der 52-Jährige, der in Köln geboren wurde und dort lebt, begann seine Laufbahn in der Finanzverwaltung im Jahr 1992 beim Finanzamt Köln-West. Es folgten Stationen als Sachgebietsleiter beim Finanzamt Bergheim und beim Finanzamt für Steuerstrafsachen und Steuerfahndung in Bonn. Als stellvertretender Dienststellenleiter war Stentenbach zuerst in Wipperfürth und dann wieder in Bonn tätig. Mehr als fünf Jahre leitete er dort die Zentralstelle zur Umsatzsteuerbetrugsbekämpfung des Landes. Zuletzt war er Referent für Umsatzsteuer- und Umsatzsteuerbetrugsbekämpfung in der Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen.

"Stentenbach wird steuerrechtlich und menschlich eine große Unterstützung im Finanzamts-Alltag sein", sagte Werner Brommund, Oberfinanzpräsident der Oberfinanzdirektion NRW gestern. "Sie bekommen einen Chef, der sich auf seine Aufgabe freut und Ihnen mit Herz, Verstand sowie Rat und Tat zur Seite stehen wird."

(apd)