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Viersen: Zehn Jahre "mit dem Mieter"

Viersen : Zehn Jahre "mit dem Mieter"

Der "Treffpunkt Höhenstraße", ein Projekt von GWG und Caritas, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Deshalb fällt das Sommerfest an der Wohnanlage Höhenblick heute ein wenig größer aus als sonst.

Im Treffpunkt an der Höhenstraße 50 in Süchteln hängen viele Fotos von Kindern und Jugendlichen an der Wand. Dazwischen finden sich Plakate, die verschiedenste Aktionen vom "Treffpunktfrühstück" bis zum Sommerfest ankündigen. Der Eindruck, der entsteht, lässt keinen Zweifel zu: Hier ist was los. Der Treff, den der Caritasverband für die Region Kempen-Viersen zusammen mit der Gemeinnützigen Wohnungsgeselschaft für den Kreis Viersen (GWG) führt, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Die Beteiligten blicken dabei auf große Erfolge zurück.

Schwierige Situation

Der Hintergrund: "Vor zehn Jahren war die Situation in der Wohnanlage an der Höhenstraße sehr problematisch", erinnert sich GWG-Vorstand Diether Thelen. Unzufriedene Mieter, hohe Fluktuation und potenzielle Gewaltbereitschaft vieler Bewohner waren damals die Problemfaktoren der Wohnanlage. Um dieSchwierigkeiten in den Griff zu bekommen, stellten GWG und Caritasverband den Treffpunkt Höhenstraße auf die Beine. "Wir legten von Beginn an den Schwerpunkt auf die Kinder- und Jugendarbeit. So organisieren wir von Bewohnern geleitete Koch- und Bastelgruppen, Spielgruppen, eine Mädchengruppe und natürlich bieten wir unser tägliches Frühstück und Ferienprogramme an", sagt die Sozialpädagogin Monika Dax, die den Treff punkt leitet.

"Die Einrichtung läuft unter dem Stichwort der ,lebensraumorientierten Stadtteilarbeit'. Nicht ,für den Mieter, sondern mit dem Mieter' lautet das Motto", erläutert Caritas-Chef Peter Babinetz.

Um diese Arbeit "mit dem Mieter" zu gewährleisten, Bedarf es ehrenamtlich tätiger Hausbewohner wie Anita Hüttmann, die seit seiner Gründung im Treffpunkt ehrenamtlich arbeitet. "Der Treff gibt mir so viel. Wenn ich in die strahlenden Augen der Kinder blicke, kann ich förmlich ihre Dankbarkeit sehen", sagt Hüttmann. Zusammen mit der 59-Jährigen arbeiten zehn weitere Ehrenamtliche in der Einrichtung, die zusammen bis zu 130 Stunden gemeinnütziger Arbeit pro Monat leisten. Diese bringt noch weitere Effekte mit sich: "Die Mieter heute sind zufriedener", so Babinetz. Stand vor zehn Jahren noch ein Viertel der Wohnungen leer, sind heute fast alle vermietet.

Sommerfest

Am heutigen Samstag, 6. Juni, veranstaltet der Treffpunkt seinjährliches Sommerfest. Zum Anlassdes Jubiläums wird dies größer als sonst ausfallen. Interessierte sind herzlich zu Höhenstraße 44 eingeladen, wo verschieden Attraktionen von einer Rallye über eine Hüpfburg bis zum Grill wartet.

(RP)