Wünsche erfüllen im Bethanien-Kinderdorf

Schwalmtal : Wünsche erfüllen im Bethanien-Kinderdorf

Drei Jahre ist Michael alt, als er in das kleine, gelbe Haus in Schwalmtal direkt am Weiher einzieht. Zukünftig wird er dort  mit acht Kinderdorfgeschwistern leben. Doch Michaels Wunden sind tief, in der leiblichen Familie hat er viel erlebt.

Er braucht eine besondere Therapie, die ihm dabei hilft, die Narben tief unter der Oberfläche zu verarbeiten. Dafür kommt aber niemand auf, denn staatliche Gelder gibt es nur begrenzt.

Auch in diesem Jahr stellt der Freundeskreis des Bethanien Kinderdorfes in Schwalmtal wieder Wunschbäume in Schwalmtal auf, um für seine besonderen Kinder  zu sammeln. Buntgeschmückte Bäume bei den Banken und im Rathaus laden ein, eine projektbezogene Spende als Weihnachtsgeschenk zu tätigen: „Therapiegelder“ werden genauso gesammelt wie „Schulstarthilfe“, „Ferienpaten-Spenden“ oder „Geld für die „Musiktherapie“. „Unsere Kinder haben wegend ihrer Familiengeschichte besondere Bedürfnisse“, erklärt Freundeskreis-Vorsitzender Uwe Roscheck. „Schon kleine Beträge helfen uns dabei, wichtige Projekte umzusetzen.“ Dazu kann man einen Anhänger vom Baum nehmen, damit an einen Bankschalter gehen und eine Spende einzahlen.

Bereits seit elf Jahren unterstützt der Verein das Kinderdorf. Der 64-Jährige sagt: „Wir versuchen immer mehr Menschen zu gewinnen, weil es uns ein Anliegen ist, all das zu fördern, was die öffentliche Hand gar nicht fördern kann.“ 180 Mitglieder hat der Förderverein. Bis zu neun Kinder leben in einer Kinderdorffamilie. „Wenn diese Kinder plötzlich  wachsen, dann sind jede Menge neue Kleidung und neue Schuhe notwendig. Das sprengt das Budget“, so Roscheck. 130 Kinder im Alter von etwa neun Monaten bis 21 Jahre leben in Bethanien oder den angeschlossenen Häusern.

Wunschbäume mit Spenden-Anhängern stehen ab ab Ende November in der Sparkasse Waldniel, in der Volksbank Waldniel, in der Volksbank Amern, in der Sparkasse Amern und im Rathaus der Gemeinde.