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Wo Radfahrer in Viersen leiden

Tour durch die Stadt : Wo Radfahrer in Viersen leiden

Der Arbeitskreis Radwegenetz der SPD-AG 60+ zeigte bei einer knapp zweistündigen Tour durch Viersen Mitarbeitern der Verwaltung Problempunkte für Radfahrer.

Es gibt noch einiges zu tun, aber etliches kann mit einfachen Mittel abgestellt oder verbessert werden. Das ist das Fazit einer aktuellen Besichtigungstour, die der „Arbeitskreis Radwegenetz“ der SPD-AG 60plus  zusammen mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung, unternahm.

Mit 30 Radlern, darunter Jochen Häntsch als Organisator des Arbeitskreises und der Technischen Beigeordneten Susanne Fritzsche, dem Abteilungsleiter Harald Droste, dem Leiter der städtischen Betriebe, Markus Kampe, und Christoph Vitt vom städtischen Ingenieurteam für Verkehr und Straßenbau, ging es an der Dülkener Straße Ecke Aachener Weg los. Dort mokierte der Arbeitskreis gleich den fehlenden Radweg auf dem südlichen Abschnitt des Aachener Weges. Zudem sprachen die Bürger den Zustand des bestehenden Radweges an, der schmal und mit einer sehr schlechten Fahrbahndecke versehen ist. Als eine Gefahr für Radfahrer und Fußgänger bezeichnete der Arbeitskreis den Bereich an der Gabelung Süchtelner/Rektoratstraße. Die undeutliche und unübersichtliche Straßenmarkierung bringe Gefahren mit sich. Ebenfalls gefährlich werde es an der Gabelung Gerber-/Krefelder Straße. Vor der Gabelung gibt es keine deutlichen Hinweise auf querende Radfahrer. Das Ganze birgt eine relativ unübersichtliche Situation für einbiegende Fahrzeuge, die aus Richtung Neersen rechts abfahren wollen.  Der fehlende Radweg im Bereich der Süchtelner Straße stadtauswärts ist aufgrund der stark Kfz-belasteten Straße indes für Radfahrer ebenso gefährlich.

Häntsch hatte in Alt-Viersen aber nicht nur eine Fahrtroute geplant, die besondere Gefahrenstellen beinhaltete, sondern die Tour auch genutzt, um auch andere Probleme anzusprechen. Darunter ungepflegte Radwege mit desolaten Fahrbahndecken, hinderliche Einbahnstraßenregelungen oder das Thema der sogenannten Bettelampeln, bei denen Radler lange auf Grün warten müssen. Das Team vom Baudezernat machte während der gut anderthalbstündigen Tour reichlich Fotos und viele Notizen. Häntsch lobte die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung. „Es ist schon etliches in Sachen Radwegenetz passiert und wir haben bei der aktuellen Tour einige Dinge gefunden, die problemlos und ohne großen Aufwand geändert werden können“, sagte er. „Gemeinsam geht es für die Radfahrer in Viersen nach vorne.“ Auch wenn Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller nicht mitfahren konnte, so brachte sie sich ein. Die Radler erwartete an der Remigiuskirche ein Stopp mit Kaltgetränken, organisiert von der Stadt. Zudem radelte Vize-Bürgermeister Michael Lambertz mit, und auch die Politik war durch die SPD-Ratsherren Heinz Plöckes und Jörg Dickmanns vertreten. Häntsch ist sich sicher, dass von Seiten der Stadt reagiert wird und daher mit der erneuten Radwege-Besichtigungstour ein kleiner Schritt zur Verbesserungen der Radwegesituation gemacht wurde.