Wirtschaftsförderer Thomas Küppers verlässt Viersen

Viersen : Thomas Küppers verlässt Viersen

Der Wirtschaftsförderer hört Ende Mai auf. Er wechselt in die Immobilienwirtschaft.

Thomas Küppers, seit zwölf Jahren Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung, verlässt die Stadt Viersen. Das teilte der 51-Jährige am Dienstagabend im Wirtschaftsförderungsausschuss mit. Küppers gibt seinen Beamtenstatus auf, wechselt zum 1. Juni in die Immobilienwirtschaft und wird sich dort um Projekt- und Flächenentwicklungen kümmern.

Er begann im Jahr 2007 als Fachbereichsleiter in Viersen, seither stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs in der Kreis-stadt um knapp neun Prozent an. In seine Zeit fällt die Fusion der einzelnen Werberinge in Alt-Viersen, Dülken und Süchteln zum Werbering „Viersen aktiv“ vor zehn Jahren. Er führte das Stadtmarketing ein, entwickelte gemeinsam mit Politik und Bürgerschaft ein Leitbild für Viersen und baute das Citymangement aus.

Zwischenzeitlich war Küppers in die stadteigene Grundstücks-Marketing-Gesellschaft (GMG) als Geschäftsführer zugewiesen, deren Aktivitäten er um den Bereich Redevelopment und das Bauträgergeschäft erweiterte. Aus der bilanziell überschuldeten Stadttochter wurde eine „Cash-Cow“; die Ausschüttungen der Stadt-Tochter halfen, den Haushalt zu sanieren. Dass Küppers trotz seines Beamtenstatus auf Erfolgsbasis an den Grundstücksverkäufen mitverdiente, brachte ihm vor drei Jahren Vorwürfe aus der Politik ein – denn ein entsprechender Behaltebeschluss des Stadtrats war 2015 vertagt und dann nicht mehr beschlossen worden. Der Stadtrat stimmte 2016 mehrheitlich für eine Aufhebung der Personalunion von Wirtschaftsförderer und GMG-Geschäftsführer. Die Verwaltung wurde aufgefordert, die entsprechenden Zahlungen – eine Summe von gut 200.000 Euro – zurückzufordern. Ob die Forderung rechtens ist, darüber wird in Kürze das Oberverwaltungsgericht entscheiden. Küppers betont, dass es ihm beim Jobwechsel in erster Linie um die berufliche Herausforderung gehe. „Das ist für mich eine spannende Stelle.“