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Viersen: Wir klatschen, du springst

Viersen : Wir klatschen, du springst

Zum 17. Mal lud der Förderverein der LG Viersen zum Hochsprungmeeting auf der Anlage an der Löh. Die Mischung aus Familientreffen und Leistungssport der Spitzenklasse sorgte am Sonntag erneut für volle Ränge.

Zum 17. Mal kam die Hochsprunggemeinde Sonntagachmittag auf der Anlage an der Löh zusammen, um "Weltklasse in Viersen" erleben. Und einen Nachwuchswettbewerb, bei dem auch junge Damen ihre Kunst zeigen dürfen. Locker geht es zu, jeder kennt jemanden, der wiederum jemanden kennt, wie es so Sitte ist am Niederrhein,

Der Regen vom Vortag ist vergessen, vereinzelte Regenschirme sollen für Schatten sorgen auf der Tribüne, die sich im Laufe des Nachmittags mehr und mehr füllt. Überhaupt die Tribüne. Die könnte noch einige Meter länger sein. Aber das Hochsprungmeeting hat schließlich familiären Charakter, also denkt man auch an die, die im wahren Sinne des Wortes im Hintergrund arbeiten.

Schrittzähler fürs Publikum

Denn wenn die Tribüne die gesamte Breite der Anlage einnehmen würde, könnten die Menschen am Bratwurst- und Kuchenstand nicht mehr sehen, wie die jungen und die älteren Sportler die Latte überqueren. Ein Familientreffen ohne Kaffee, das geht aber gar nicht. Damit die Zuschauer nicht nur passiv sein müssen, verteilen junge Mitarbeiter einer Krankenkasse Schrittzähler. 10.000 Schritte am Tag soll man mindestens machen, dann bleibe man gesund.

Über Schritte spricht auch Moderator Uli Geis, der in bewährter Manier durch die Veranstaltung führt. Dreizehn solcher Schritte, verrät er dem Publikum, ist der Anlauf eines Hochspringers durchschnittlich lang. Schritte, die die Zuschauer rhythmisch mitklatschen sollen, um die Sportler am Ende über die Latte zu tragen.

Damit das bei den Männern perfekt funktioniert, lässt Uli Geis das beim Nachwuchswettbewerb schon einmal üben. Davon profitiert direkt Hendrik Esser aus Mönchengladbach. Die Geräusche von den Rängen treiben ihn zwei Mal zu einer neuen persönlichen Bestleistung, als habe er noch nie etwas Anderes gemacht, als eben mal so hoch zu springen.

Kurz vor 15 Uhr ist es voll auf der Anlage, die Sponsoren werden begrüßt, unter ihnen die Rheinische Post als Medienpartner. Ohne deren Unterstützung, sagt Moderator Geis, wäre das Meeting nicht möglich. Viersens stellvertretender Bürgermeister Ozan Atakani ergänzt in seiner Begrüßung die Liste derer, die für eine Veranstaltung dieser Art unverzichtbar sind: Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer gäbe es dieses Treffen der Hochsprungelite nicht, sagt er. Das Meeting auf der Löh sei ein gelungenes Beispiel dafür, dass Städte vom Engagement ihrer Bürger leben. Diese Bürger sitzen jetzt auf der Tribüne, stehen am Rand der Arena, und sie klatschen, klatschen, klatschen. Die Athleten müssen nur noch eins tun: Sie müssen springen. Zum 17. Mal in Viersen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das war das Viersener Hochsprungmeeting 2011

(iffe)