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Wildunfälle: Politiker fordern Tempolimit für Landstraße zwischen Süchteln und Dornbusch

Straßen in Viersen : Politik fordert Tempolimit für Landstraße 388

Die Strecke zwischen Süchteln und Dornbusch sei ein Gefahrenschwerpunkt, sagen Politiker. Immer wieder komme es dort zu Wildunfällen. Deshalb müsse das Tempo reduziert werden. Die Polizei sieht das anders.

Die Mitglieder des Ordnungsausschusses sind sich einig: An der Landstraße 388 zwischen Viersen-Süchteln und Viersen-Dornbusch soll die zulässige Höchstgeschwindigkeit streckenweise von 100 auf 70 Kilometer pro Stunde reduziert werden. Sie halten die Straße für einen Gefahrenschwerpunkt, zu oft komme es dort zu Wildunfällen.

In der Ausschuss-Sitzung im März hatten sie die Stadtverwaltung beauftragt, sich deswegen mit dem zuständigen Straßenbaulastträger Straßen NRW in Verbindung setzen – entgegen der Empfehlung der Verwaltung. Bisher sei sie noch nicht tätig geworden, informiert nun ein Stadtsprecher auf Anfrage. Am Dienstagabend wäre eigentlich der Termin für die nächste Sitzung des Ausschusses, doch wegen der Corona-Krise fällt sie aus.

Die Viersener SPD-Fraktion hatte ursprünglich beantragt, die Wildunfall-Gefahr auf der Landstraße zu reduzieren. Die Stadtverwaltung wies aber darauf hin, dass die L388 laut Polizei nicht als Unfallschwerpunkt gelte, deshalb lasse sich das nicht so einfach umsetzen. Sie empfahl, ein Jahr zu beobachten, wie sich die Unfallzahlen entwickeln.

Nach Angaben der Polizei kam es auf der Straße im Jahr 2015 zu vier Wildunfällen, 2016 waren es acht, 2017 zwei, 2018 zwölf und 2019 (bis Oktober) vier. Wie die Polizei, könne Straßen NRW keine Gefahrenlage erkennen, die die Anordnung einer Geschwindigkeitsreduzierung rechtfertigt, informierte die Verwaltung.

Der Ordnungsausschuss gab sich damit nicht zufrieden – die Verwaltung soll weiter nach Lösungen suchen.

(naf)