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Brüggen: Wildschweine im Feld gesichtet

Brüggen : Wildschweine im Feld gesichtet

Die Probleme mit zunehmenden Beständen an Wildschweinen scheinen im Bereich der Jagdgenossenschaft Bracht nicht so dramatisch wie in anderen Regionen zu sein. "Wir haben im Herbst vier Treibjagden durchgeführt und kein einziges Stück Schwarzwild schießen können", berichtete Heiner Meevissen, der Vorsitzende des Jagdvorstandes. Gleichwohl sei Schwarzwild vom Hochsitz aus geschossen worden. Im Rahmen ihrer Genossenschaftsversammlung diskutierten die Mitglieder die Bejagung des Schwarzwildes vor dem Hintergrund, die Sauenbestände herunter zu bringen.

Deutlich mehr geworden

Die milden Winter in der Vergangenheit hätten dazu beigetragen, dass sich größere Bestände aufgebaut haben. "Vor 20 oder 30 Jahren hat man mal ein Wildschwein gesehen. In den letzten zehn Jahren sind es deutlich mehr geworden", erklärte Meevissen. Teilweise wurden die Wildschweine bereits im offenen Boerholzer Feld gesichtet. Wildschweine richten im Mais oder gerne auch im Gemüse wie in Kartoffeläckern große Schäden an. Deshalb sind vor allem die Gemüsebauern angehalten, ihre Flächen einzuzäunen. Auch Maismieten müssen entsprechend gesichert werden, denn Schäden an Mieten können nicht als Wildschaden geltend gemacht werden.

Zum Bereich der Jagdgenossenschaft Bracht gehören knapp 2000 Hektar Fläche, davon sind etwa 1600 bejagbar. Die Flächen gehören rund 780 Eigentümern, die größten sind die Gemeinde mit 230 ha und der Kreis Viersen mit 124 ha. Die Fläche ist auf vier Jagdreviere aufgeteilt, so dass zu jeder Jagd sowohl Wald als auch Feldflur gehört und eine ganzjährige Jagd im Rahmen der Vorschriften möglich ist. Die Jagdreviere sind an je zwei Jäger verpachtet. Bis dato gibt es in Bracht keine Eigenjagdreviere. Wie Vorstandsmitglied Werner Krause berichtete, werden in diesem Jahr 32 000 ­ Jagdpacht sowie eine Rücklage ausgeschüttet. Die Eigentümer der bejagbaren Flächen erhalten somit 22 ­/ha. Bei den Vorstandswahlen wurden Hans Wagemanns als zweiter Vorsitzender sowie die stellvertretenden Beisitzer Günter Winkels und Hans-Peter Gendrisch wiedergewählt.

(RP)