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Viersen: Wildgehege wieder vor der Schließung?

Viersen : Wildgehege wieder vor der Schließung?

Die Junge Union (JU) Viersen beschäftigt sich im Rahmen ihres neuen Programmes "Viersen erleben" mit den Freizeitmöglichkeiten in Viersen. Nun befürchtet sie, dass es bald ein Ende hat mit dem Wildgehege auf den Süchtelner Höhen.

Grund zur Annahme geben Gespräche mit dem Tierpfleger des Geheges, dessen Vertrag (läuft zum Ende des Jahres aus) nicht verlängert werden soll. In einer Sondersitzung hat die JU das Grundgerüst für ein Konzept zur Erhaltung des Wildgeheges erarbeitet. Dieses beinhaltet die Punkte Ziele, Maßnahmen, Finanzierung und Marketing. Als Sachverständiger begleitete Patrick Kelter, der (noch) Tierpfleger des Wildgeheges, diese Sitzung.

"Es war eher zufällig, dass wir mit Herrn Kelter in Kontakt gekommen sind", so JU-Vorsitzender Marco Kamischke. "Eigentlich wollte ich mir nur Informationen zum Wildgehege bei der Stadt einholen, die mir dann die Handynummer von Herrn Kelter gaben und mir sagten er könne mir weiter helfen. Unser Ziel war es, zuerst über mögliche Verbesserungsvorschläge zu sprechen. Doch als ich im Gespräch dann hörte, dass der Vertrag des Tierpflegers nicht verlängert werden soll, obwohl er auf dem Tag der offenen Tür noch vom Bürgermeister höchst persönlich vor allen Besuchern für seine tolle Arbeit gelobt wurde, war mir klar, dass da was im Busch sein muss."

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"In Zeiten, in denen man um junge Familien wirbt, eine solche Einrichtung aufzugeben wäre falsch", so Alexander Braden, stellvertretender JU-Vorsitzender, auf der Sitzung. Obendrein biete das Wildgehege mit seinem gesamten Platzangebot die Möglichkeit, ein richtiger Pluspunkt für Viersen zu sein, wenn man es richtig anpackt.

Kamischke stellt fest: "Es gibt Wege, das Wildgehege für Besucher und Sponsoren attraktiver zu machen. Eine vernünftige und lehrreiche Beschilderung wäre schon ein richtiger Anfang. Bei der Finanzierung muss sich nur mal umschauen, wie Zoos und andere Tierparks das machen. Tierpatenschaften, Sponsorenpakete, Sonderveranstaltungen und Spenden sind nur einige Möglichkeiten. Es muss nur Menschen geben, die sich wirklich darum kümmern. Deshalb fordern wir, dass ein Förderverein für das Wildgehege eingerichtet wird. Aus unseren Reihen gibt es schon Interessierte diesem Verein beizutreten." Mit ihrem Konzept möchte die Junge Union Viersen sich nun an die Stadt wenden und dafür sorgen, dass die zahlreichen Unterschriften von Jugendlichen und Kindern vor rund zwei Jahren nicht um umsonst waren. FRAGE DES TAGES

(RP)