Viersen: Wilder Müll am Wegesrand

Viersen: Wilder Müll am Wegesrand

Zum Abschluss der "Frühjahrsputz"-Aktion gaben die Leser der Rheinischen Post im Gespräch mit Wolfgang Halberkann von den Städtischen Betrieben Hinweise auf versteckte Müllkippen im Viersener Stadtgebiet.

Der erste Anruf bei der Telefonaktion zum Abschluss des Frühjahrsputzes von Rheinischer Post, Stadt Viersen und EGN kam schon vor der Zeit: Dülkens Ortsbürgermeister Michael Aach berichtete von einer "größeren Müllansammlung" im Wendehammer am Ende der Eindhovener Straße. Mehrere Kubikmeter blauer Säcke, alter Toilettenschüsseln und frischen Grünschnitts waren hier abgelagert.

Sperrmüll in der Landschaft

Klaus Scherer (63) von der Stadtwaldallee hatte gleich mehrere Meldungen. Viel Müll gebe es am Fußweg entlang des Bahndamms vom neuen Ausgang des Bahnhofs nach rechts in Richtung der Wohnsiedlung. Im Bereich Herreneichen fand er in den Baumscheiben und Hecken Reste von Sperrmüllaktionen. Halberkann sagte zu, dass die Stadt sich darum kümmere. In der Landschaft abgeladener Sperrmüll oder Reste von Haushaltsauflösungen bereiteten immer wieder Probleme, berichtete er.

Zweites großes Problem seien Elektro-Großgeräte wie Waschmaschinen oder Fernseher, die häufig am Straßenrand oder in Wald und Feld abgestellt werden. Davon berichtete auch Joachim Paulußen (31), der genau solche Apparate am Clörather Weg entdeckt hat. Er sagte, dass er kleinere Abfälle gelegentlich selbst mitnehme. Denn um die Stadt sauber zu halten, meint Paulußen, sei das eigene Engagement der Bürger erforderlich.

Abfallbehälter fehlen

Ein weiteres wichtiges Thema für die Anrufer waren Müllkörbe. Hier gab es etliche Anregungen, wo weitere Behälter aufgehängt werden könnten oder sollten. Roland Langguth (59) etwa sagte, dass am Gereonsplatz zwar viele Abfalleimer hingen, aber an zwei wichtigen Stellen doch fehlten. Halberkann antwortete, dass er vor zwei Wochen gemeinsam mit Stadträtin Anne Bieler und Uwe Peters vom Südstadtbüro hier unterwegs gewesen sei, um die besten Standorte festzulegen.

Optimale Standorte scheint es aber auch für die Müllabkipper zu geben. Denn immer wieder sind es die gleichen Stellen, die besonders vermüllt sind. Alle Autobahnabfahrten zählen dazu, aber auch Wege am Siedlungsrand, etwa in Helenabrunn oder Bockert. Je abgelegener der Platz, desto größer der Müllhaufen: Anhänger-Ladungen von Grünschnitt, aber auch praktisch komplette ehemalige Badezimmer werden einfach abgeladen.

Alle diese Meldungen, auch die nicht genannten einschließlich der freistehenden Toilettenschüssel an der Brasselstraße nahm Wolfgang Halberkann mit. Die Städtischen Betriebe werden die Problemstellen in den nächsten Tagen anfahren und den Müll beseitigen. Auch wird es den einen oder anderen neuen Mülleimer geben, "obwohl es noch besser wäre, den Müll von Anfang zu vermeiden".

(RP)